Titel-Details

» Schrei der Angst » 002) Feeder 2 - Spuren aus Blut
Cover - Feeder 2 - Spuren aus Blut

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Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Die Polizistin Doris Debrochet ist erneut in den Fängen des perversen Feeders. Unter Drogen gesetzt verschleppt er sie in die menschenleere Taiga am russischen Polarmeer, um dort wieder mit dem Mästen seines Opfers zu beginnen. Ein Ritualmord in Quebec an einer dicken Frau, bringt Agent Michael del Canto auf eine heiße Fährte. Die Spur führt ihn ins verschneite St. Petersburg. Sein Partner wird Oberst Gregori Soboljew der dem russischen Sonderkommando der OMOH Truppen angehört. Oberst Soboljew ist schon seit langer Zeit einer Organisation auf der Spur, die für Organ -und Menschenhandel in seinem Visier sind. Bei einem gezielten Einsatz gegen die Organisation wird die junge Prostituierte Maria verhaftet, die wichtige Informationen besitzt. Unterdessen gelingt es Doris Debrochet ihren Peiniger zu überwältigen und zu töten. Doch sie ist jetzt in einer Wüste aus Eis gefangen und der Leichnam des Feeders ist verschwunden.
» Regie: Marc Fehse
» Musik: Michael Donner
» Buch/Script: Carsten Fehse
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2010-05-14
» eine Produktion von MarctropolisWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Schrei der Angst (002) Feeder 2 - Spuren aus BlutWarum die Hörspielreihe "Schrei der Angst" und nicht "Feeder" heißt? Man weiß es nicht so genau, denn auch die Macher werben eigentlich nur unter der Bezeichnung "Feeder", immerhin erstreckt sich der Handlungsstrang um diese Figur über mehrere Folgen innerhalb dieser Serie.

Los geht es zunächst mit dem bekannten Intro von Ernst Meincke, bei dem einem der Reihentitel schon deutlicher vor Augen geführt wird, das allerdings auch ein wenig in der Luft hängt. Aber das ist nicht allzu drastisch, ist dies doch trotzdem ein stimmungsvoller Einstieg.

Im Anschluss folgt ein knapper Rückblick von Detlef Bierstedt, der im weiteren Verlauf die Rolle des Directors einnimmt. Das ganze wird mittels aktiv eingeschobener Rückblenden recht temporeich umgesetzt und verfehlt mitsamt der effektiv zum Einsatz kommenden Musik seine Wirkung nicht. Da zwischen der Veröffentlichung der beiden ersten Folgen doch ein gewisser zeitlicher Abstand lag, ist dieser Rückblick allemal eine sinnvolle Sache.

Den Haupterzählerpart im weiteren Verlauf übernimmt dann Christian Rode.
Zunächst geht es nach St. Petersburg. Eine junge Frau in einem OP-Hemd befindet sich auf der Flucht. Barfuß auf den vereisten Straßen. Als Hörer weiß man anfangs nicht, wer der oder die Verfolger sind. Etwa der Feeder?
Die an sich spannende Szenerie wird allerdings von den etwas merkwürdig klingenden Selbstgesprächen der jungen Frau entscheidend gestört. Ich bezweifle, dass ein Opfer auf der Flucht in einer derartigen Situation solche Texte von sich geben würde. Selbst wenn sich diese nur innerhalb des Kopfes abspielen. Die Szene vermag mich so in ihrer Gesamtheit trotz einer an sich guten Ausgangslage nicht völlig zu überzeugen. Auch der hier auftretende Sprecher in Gestalt des Arztes strahlt für mich zu wenig an tatsächlicher Bedrohung aus.

Ein zweiter Handlungsstrang ist in der eisigen Einsamkeit Sibiriens angesiedelt, wo sich Doris Debrochet in der Gefangenschaft des Feeders befindet. Auch dort wird man wieder mit Selbstgesprächen respektive Gedanken der Akteure konfrontiert. Ein Stilmittel, welches mir deutlich zu exzessiv eingesetzt ist und auf mich etwas arg unnatürlich wirkt. Das ganze wird noch schlimmer, wenn die Schilderungen der Personen, die sich in einer solchen Extremsituation befinden derart nüchtern und beinahe ohne eine Spur von Emotionalität stattfinden. Mag sein, dass hier bereits das Abschalten des emotionalen Empfindens eingesetzt hat, dennoch agiert Annette Gunkel für mein Empfinden in dieser zugegebenermaßen sehr schwierigen Rolle nicht intensiv genug. Das trifft aber auch auf den Feeder in extremen Momenten zu.
Dazu kommt, dass es in den Beschreibungen immer mal wieder zu einem fließenden Wechsel zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitsform kommt. Das mag zwar nur eine Kleinigkeit sein, wirkt auf mich allerdings weniger beabsichtigt und somit ebenso wenig stimmig.

Dass man so sehr auf Selbstgespräche als Stilmittel setzt ist imho doch etwas schade, da die entsprechenden Szenen ansonsten eigentlich ziemlich heftig rüberkommen würden, so aber ihre Wirkung leider nicht voll entfalten können.

Ein dritter großer Handlungsstrang befasst sich mit Miguel del Canto, der von einer kanadischen Kollegin angefordert wurde, um in einem Fall Hilfestellung zu leisten, welcher einige interessante Parallelen zu den Auftritten des Feeders bereit hält.
Für mich ist dies insgesamt derjenige Part, der sich als insgesamt am stimmigsten umgesetzt erweist.

Inhaltlich erweist sich der Fortgang als interessant, aufgrund der Darstellung mithilfe der vielen Selbstgespräche in Verbindung mit einem bisweilen fast etwas zu präsenten Erzähler (wobei Christian Rode seine Sache sehr gut macht) hat mich das ganze aber nicht vollständig begeistert. Da reichen auch einige sehr splattrige Szenen nicht aus. Im Vergleich zur ersten Folge geht es allerdings schon um einiges rasanter zur Sache - und das ist allemal ein deutlicher Schritt nach vorn.
Mit dem offenen Ende darf man wohl erwarten, dass auch die nächsten Folgen noch mit der bis dato aufgebauten Storyline weitergehen, zumal jene nochmals ein ganzes Stück ausgeweitet wurde.

Eines muss man der Produktion auf jeden Fall bescheinigen: die Musik wird wahrlich hervorragend eingesetzt. Allein dadurch gelingt es bereits, eine ganze Menge an Stimmung aufzubauen.
Als Abschluss gibt es schließlich gar noch einen stimmungsvollen Song, so dass sich die Bearbeitung in dieser Hinsicht als absolut vorbildlich zeigt.

Das kann man ebenso vom optischen Gesamteindruck sagen. Das Booklet ist hier sogar mehrere Seiten dick und enthält unter anderem Sprecherfotos.

Fazit: Inhaltlich interessant, die Inszenierung greift jedoch für meinen Geschmack zu oft auf Selbstgespräche bzw. Gedankenflüsse zurück, die leider nicht immer besonders wirkungsvoll sind, sondern im Gegenteil aufgebaute Stimmungen teils eher zerstören. Das ist schade, denn ansonsten vermag das Hörspiel durchaus Spannung zu wecken.

Note 3+


3


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Ernst Meincke Introsprecher
Christian Rode Sprecher
Martin May Miguel del Canto
Annette Gunkel Doris Debrochet
Detlef Bierstedt Director Shown
Bodo Wolf Oberst Soboljew
Thomas Nero Wolff Kommentator
Andreas Sparberg Phillip Schwarz
Sylvia Lüder-Nogler Annie Garth
Karen Schulz-Vobach Maria
Martin Sabel Anton
Sven Matthias Arzt
Jule Frenk Nadeschda
Patrick Holtheuer Volker
Stefan Peters Wassili
Marc Fehse Saizew
Stanislav Torbotrous Taxifahrer
Guido Bodieschek ...
Eric Klarfeld ...
Carsten Fehse ...
Annette Kalberlah ...
Paul Erdmenger ...


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