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» Gruselkabinett » 047) Verhext

Cover - Verhext

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Durchschnitts-Kurzwertung:

14 / 15

» Das ländliche New England liegt tief verschneit. Prudence Rutledge bittet einige ihrer Nachbarn zu sich auf ihren Landsitz, um ihnen eine äußerst erschütternde Mitteilung zu machen…
» Buch/Script: Edith Wharton
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 60 Minuten
» ISBN: 9783785743904

» VÖ: 2010-10-22
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (047) VerhextEin Albtraum? Eine Frauenstimme? Ein Schrei.

Winter in Neuengland. Vor dem Haus der Rutledges treffen an diesem Tag mehrere Personen zusammen. Zum einen der Diakon, Mr. Brand und Orrin Bosworth. Sie alle wurden von Mrs. Rutledges zu einem Gespräch eingeladen, in dem sie den Männern vom zugespitzten Zustand ihres Mannes berichtet. Doch nicht nur das. Es scheint als ob er verhext wurde - von der verstorbenen Tochter Mr. Brands.

Fast zwei Drittel des Hörspiels werden von dem (Streit-)Gespräch bestimmt. Und es verwundert dabei im Rückblick doch, wie unterhaltsam dieses ausgefallen ist. Vor allem die Dynamik ist hier entscheidend. Das zeigt nur einmal mehr sehr deutlich, dass der Inhalt allein noch längst nicht alles ist, sondern auch die Vermittlung des Stoffes äußerst großen Anteil am Unterhaltungswert des Ganzen hat. Man stelle sich das vorliegende Gespräch ohne die immer wieder eingestreuten Rückblicke, ohne die unnachgiebig-dominante Susanne Uhlen als Prudence Rutledge, ohne Uli Krohm als aufbrausender Mr. Brand vor. Das ganze würde einiges von seinem Reiz einbüßen.

Die schaurige Intonierung, die Titania mittels Musik, Geräuscheffekten und auch verschiedenen Sprecherdarbietungen anschlägt, tut ihr übriges. Das Spektrum reicht dabei von den eher sanft-schaurigen Auftritten der flüsternden Geistergestalt bis hin zur wahnsinnigen Mrs. Cheney, grandios intoniert von Altmeisterin Dagmar von Kurmin.

Dadurch, dass das Gespräch so großen Raum einnimmt, bleibt nicht allzuviel Raum für Entwicklungen. Und diese beschränken sich so - einmal abgesehen von der Darlegung des grundsätzlichen Problems - auf die letzten Minuten und münden schließlich in einem offenen Ende mit vielerlei Erklärungsmöglichkeiten, was der Erzählung gut zu Gesicht steht.
Nichtsdestotrotz fesselte mich das ganze nicht ganz so stark wie die beiden vorherigen, zugegebenermaßen sehr starken Geschichten.

Beim Cast finden sich einige Wiederholungen bei den Besetzungen in den vergangenen Folgen wieder. Da aber jede der Episoden für sich steht ist das nicht gar so dramatisch wie bei einer Serie mit zusammenhängenden Folgen und wiederkehrenden Charakteren, wo gleiche Stimmen für einige Verwirrung sorgen können. Zumindest bei den Hauptrollen ist man bemüht, für Abwechslung zu sorgen, so dass dies insgesamt kaum weiter ins Gewicht fällt. Zumal man sich bei Titania ohnehin darauf verlassen kann, dass alle Beteiligten ihr Maximum abrufen.

Fazit: eine unterhaltsam und gut inszeniert Geschichte, die von einem langen Gespräch beherrscht wird. Marc Gruppe beweist jedoch das richtige Gespür dieses so interessant aufzuziehen, dass dies keineswegs zu einer langweiligen Teestunde verkommt, sondern genügend schaurige Momente im Gepäck hat, um dem Reihennahmen gerecht zu werden.
Im direkten Vergleich zu den beiden Vorgängern konnte mich die Erzählung aber nicht derart packen.

Note 2


4


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Sprecher

SprecherRolle
Hasso Zorn Erzähler
Susanne Uhlen Prudence Rutledge
Ernst Meincke Saul Rutledge
Frank Schaff Orrin Bosworth
Jochen Schröder Diakon Hibben
Uli Krohm Sylvester Brand
Annina Braunmiller Ora Brand
Reinhilt Schneider Loretta Bosworth
Bettina Weiß Lucille Bosworth
Henri Färber Orrin als Kind
Gabrielle Pietermann Loretta als Kind
Dagmar von Kurmin Cressidora Cheney
Petra Barthel Hannah Cory
Alexander Turrek Lefferts Nash
Bene Gutjan Andy Pond


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» Hörer-Meinungen (1)
Hauke (blog.hspweb.de) schrieb am 01.11.2010 19:07:38 Uhr
Bewertung: 14 / 15

Weiß außerhalb von Hemlock County leben die einsiedlerischen Rutledges. Als Frau Rutledge mitten im Winter Diakon Hibben, Sylvester Brand und Orrin Bosworth zu sich ruft, weiß keiner der drei warum. Doch die Neugier lässt sie dem gefährlichen Wetter trotzen und pünktlich beim Farmhaus erscheinen. Was sie erfahren ist kaum zu glauben und schon am selben Abend gibt es eine frische Leiche …

Ich liebe romantische Geschichten, die den Hörer auf die Folter spannen, somit die Neugier ins Unermessliche treiben und durch sanftes Grauen nach und nach absinken lassen, ehe die Geschichte den Hörer mit einem offenen Ende entlässt, das zum Nachdenken anregt. Genauso geht es in diesem Hörspiel zu.

Es ist nicht klar, warum die drei zentralen Figuren eingeladen werden. Während einer für den Hörer und die Charaktere schier unendlichen Wartezeit wird Stück-für-Stück etwas mehr über den Grund der Einladung verraten. Schließlich wird absurden Behauptungen auf den Grund gegangen. Kaum ist eine unheimliche Begegnung überstanden, werden Auswirkungen sichtbar, die für den Protagonisten Orrin Bosworth nicht verständlich sind und somit ebenso wenig für den Hörer, aber genug Raum für Spekulationen lassen.

Die Atmosphäre des Hörspiels ist dank der Musik- und Geräuschkulisse sowie der Sprecher und Erzählweise außerordentlich packend. Leider ist für mich nicht ersichtlich, warum Orrin Bosworth eingeladen wurde. Seine Erzählung über ein unheimliches Erlebnis in seiner Kindheit steht in keinem direkten Zusammenhang mit dem akuten Fall. Die Symptome scheinen verwandt, doch hätte ich mir, wenn so eine Geschichte schon erzählt wird, eine Verknüpfung mit dem vorliegenden Fall gewünscht.

Bei den Geräuschen ist für mich die Pferdeschlittenfahrt das einzige Manko. Sie klingt gut, doch hat sie meiner Meinung nach noch Verbesserungspotenzial: Die Sprecher klingen nicht so, als führen sie wirklich. Der Boden muss absolut eben zu sein. Wie die Pferde aus der scheinbar geschlossenen Kutsche gesteuert werden, ist mir auch ein Rätsel.

Die Sprecherauswahl ist vorzüglich. Besonders hervorheben möchte ich Ernst Meincke und Reinhilt Schneider, deren Stimmen – anders als in Gruselkabinett Nr. 46 – hervorragend zu ihren Rollen passen. Alle Sprecher spielen ihre Rollen mit einer Hingabe, die jede einzelne lebendig werden lässt.

Fazit
Dieses Hörspiel begeistert mich und passt hervorragend zur dunklen Jahreszeit.
Durchschnittliche Userwertung: 14 | User-Top-Liste

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