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» Hellboy » 008) Baba Jaga, Köpfe, Sarg in Ketten
Cover - Baba Jaga, Köpfe, Sarg in Ketten

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Durchschnitts-Kurzwertung:

13 / 15

» Eine Kurzgeschichtensammlung mit 3 Geschichten um den gehörnten Ermittler in Sachen Aufklärung und Abwehr paranormaler Erscheinungen.

Baba Jaga
Tief in den Wäldern der russischen Taiga wartet Hellboy auf ein Phänomen, dass immer zu Vollmond seine grausigen Blüten treibt. Hellboy ahnt nicht, dass diese Begegnung nicht nur für ihn schicksalshaft werden wird.

Köpfe
Japan während der Kirschblütenzeit. Was könnte es Schöneres geben, als zwischen all den Bäumen umherzuspazieren und…ein paar Dämonen so richtig die Hölle heiß zu machen?

Sarg in Ketten
Hellboy reist an den Ort des Geschehens, wo seine irdische Geschichte einen Anfang nahm, nach East Bromwich, England, um dort über seine Herkunft und den Sinn seiner Existenz zu meditieren. Die Visionen, die sich ihm dort aufdrängen entpuppen sich allerdings als sehr „handfest“.
» Produktion: Günter Merlau
» Regie: Günter Merlau
» Musik: Günter Merlau, Hamburger Hörspiel Orchester
» Buch/Script: Franjo Franjkovic
» Umfang (CDs): 1
» ISBN: 9783939600541

» VÖ: 2010-06-04
» eine Produktion von LauschWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Hellboy (008) Baba Jaga, Köpfe, Sarg in KettenNach zuletzt zwei Kurzgeschichten gibt es in der achten Hörspielfolge gleich drei zu hören. Und das bei einer nochmals leicht reduzierten Spieldauer.

Das versichert uns vor allem eines: Kurzweiligkeit. Denn viel Zeit, die Geschichten unnötig auszuwalzen bleibt so nicht. Die einzige Gefahr, die dabei allerdings bestehen bleibt, ist, dass die Erzählungen per se schon nicht besonders ergiebig sind.

Vor allem auf die ersten beiden Kurzgeschichten trifft genau das in gewisser Weise tatsächlich zu. Und dennoch können die Geschichten gut unterhalten. Was sich wie ein Widerspruch anhört, ist deswegen keiner, weil es Lausch einmal mehr gelingt, die Atmosphäre wunderbar auszukosten.

Die "Baba Jaga" ist ähnlich wie König Vold eine mysteriöse Sagengestalt, mit der sich Hellboy ein wenig genauer auseinandersetzt. Anders als beim Kapitel in Norwegen steht diesmal aber nicht Hellboy im Mittelpunkt des Geschehens, sondern die Großmutter von Tonja. Innerhalb dieses Rahmens taucht Hellboy nur in der Erzählung der Großmutter kurz auf, prügelt sich ein wenig und verschwindet dann genausoschnell wieder von der Bildfläche wie er aufgetaucht ist. Was sich nicht nur im Rahmen dieser Kurzzusammenfassung recht unergiebig anhört, gewinnt vor allem durch die düstere Schilderung von Aranka Mamero-Jaenke.

Während die erste Geschichte eher einen etwas ernsteren Charakter an den Tag legt, ist die zweite voll auf das humorvolle Element ausgerichtet. Hellboy darf sich diesmal mit einer ganzen Reihe von Dämonen herumschlagen, denen er zu Zeiten Japans Kirschblüte begegnet - nicht ganz unzufällig versteht sich. Hier geht es wirklich rein um den kurzweiligen Spaßfaktor, denn auf große Wendungen oder interessante Überraschungen darf man sich auch hier nicht wirklich einstellen.
Tilo Schmitz läuft hier allerdings wahrlich zur Höchstform auf, wenn er mit Sprüchen rund um das Thema "Köpfe" nur so um sich werfen darf. Homerun! Und auch der spielerisch schnelle Wechsel der Musikuntermalung wirkt sehr gelungen.

Die dritte Erzählung ist eindeutig die tiefgreifendste, wendet sie sich doch der Frage um Hellboys Herkunft zu. Im Gegensatz zu den beiden ersteren Geschichten geht es hierbei deutlich weniger geradlinig und vorhersehbar zur Sache. So bleibt am Ende gar einiges an Interpretations-Spielraum, wie Hellboys Erlebnisse in der alten Kirche tatsächlich zu deuten sind.

In Sachen Sprechercast gibt es keine großen Überraschungen. In vielen Rollen tummeln sich die Sprecher, die man auch sonst bei Lausch vergleichsweise oft hört. Schlimm? Mitnichten - allerdings darf man zumindest auf den Einsatz von Aranka Mamero-Jaenke beim "Roten" in Zukunft erst einmal verzichten, da sie in den letzten beiden Hörspielen doch vergleichsweise oft in ziemlich ähnlich gestrickten Rollen aufgetreten ist, auch wenn mir ihre prägnante Stimme schon ziemlich gut gefällt.

Fazit: An Kurzweiligkeit fehlt es den dargebotenen Kurzgeschichten allesamt nicht. Obgleich alle gute Ideen in sich bergen, die von Lauschs Inszenierung schön hervorgehoben werden, täuscht dies doch nicht immer darüber hinweg, dass der Plot oftmals ziemlich simpel gestrickt ist. So muss man sich mit Ausnahme von "Sarg in Ketten" auch gänzlich auf die Stärken des Humors, der Atmosphäre und nicht zuletzt Tilo Schmitz verlassen.

Note 2


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Tilo Schmitz HB_ERZ
Tilo Schmitz Hellboy
Ranja Bonalana Liz Sherman
Joachim Tennstedt Abe Sapien
Achim Buch Vater
Gwenyth Dimonye Tonja
Aranka Mamero-Jaenke Alte Frau ("Baba")
Dorothea Hagena Baba Jaga
Bernd Hölscher Reiter Tag
Tim Grobe Reiter Sonne
Jürgen Holdorf Reiter Nacht
Uwe Hügle Alter Mann
Wolfgang Berger Gastwirt
John Ment Dämon 1 ("Köpfe")
Bernd Hölscher Dämon 2 ("Köpfe")
Philipp Otto Dämon 3 ("Köpfe")
Uwe Hügle Dämon 4 ("Köpfe")
Achim Buch Gast 1
Aranka Mamero-Jaenke Alte Frau ("Sarg")
Cornelia Dörr Nonne
Bernd Hölscher Priester
Günter Merlau Dämon ("Sarg")


Hörer-Meinungen zur Folge

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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 22.06.2010 14:10:15 Uhr
Bewertung: 13 / 15

Die vorangegangene Folge präsentiert das Konzept: Kurzgeschichten sollen es sein. Und dieses mal verzichtet man auf die Interview-Szenen, die bei mir für einen faden Beigeschmack in der Folge 7 sorgten, und bringt gleich drei Stories auf einer CD unter. Diese sind wieder sehr unterschiedlich ausgefallen. Während "Baba Jaga" noch als klassische Dämonenjagd-Geschichte eingestuft werden kann, gibt es bei "Köpfe" vor allem Gags und coole Sprüche. "Sarg in Ketten" dagegen beschreibt einen Brief von Hellboy an Abe Sapien in dem er eine Vision schildert. Während die ersten beiden Geschichten ohne erzählerischen Rahmen auskommen sorgt der vorgetragene Brief im letzten CD-Drittel nicht nur für Abwechslung in der Art der Inszenierung. Das Hellboy seine Vergangenheit sehr beschäftigt, das Ape einer der wenigen Freunde ist, denen er vertraut, das den "Roten" nicht alles kalt lässt und er hier sogar einen Hang zum Melancholischen zeigt... einzig vermittelt durch die Einbindung der Erzählung seiner Vision in Briefform: Klasse! Netter Mehrwert: ein Wiederhören mit Abe und Liz.
Da die Einzelgeschichten kein übergreifender Rahmen verbindet, ist der Hörer dreifach gefordert. Nach bereits kurzer Eingewöhnungszeit muss man wieder umdenken, neue Situationen einschätzen und verstehen. Man wird regelmäßig ins kalte Wasser geworfen, zum Glück nicht nur inhaltlich, denn Änderung in Erzählstil, prägnante Stimmen und vor allem die stimmigen Atmosphären fügen die einzelnen Erzählungen zu einem kompakten Gesamtpaket mit Konzept zusammen. Und das ist auch nötig, denn Kurzgeschichten alleine, wenn sie auch noch so gut erzählt sind, fehlt meist der nötige Tiefgang. Vergleichbar mit dem Gruselkabinett: auch dort gibt es Episoden, die eigentlich schnell erzählt wären, doch auch dort schafft man es durch die Erzeugung fesselnder Atmosphäre den Hörer auf seine Seite zu ziehen. Um so erfreulicher dass dies bei Hellboy auch mit drei Geschichten auf einer CD gelingt. Kurz betont: Die Musik zu Japans Kirschblütenzeit in "Köpfe", das surreale Gesamtpaket "Sarg in Ketten" mit Klasse Stimmung!

Alles nur Lobhuddelei? Ja, denn beim Hören dieser Folge kann ich noch so lange nach Haaren in der Suppe suchen, ich finde nicht mehr, als auf Hellboys Schädelplatte. Würde man das Konzept zur Tugend machen und weiterhin Kurzgeschichten auf die einzelnen Einträge ins Serienregister verteilen, wäre ich skeptisch, denn doppelter Tiefgang durch Story und Atmosphäre bietet mir als Hörer einfach noch mal ein Quäntchen mehr. Dafür hält das Hellboy-Universum auch zu viel Hintergrund bereit um nicht auch ausschweifendere und umfangreichere Geschichten zu erzählen wie in den vorangegangenen Episoden. Als Teil einer ganzen Serie gefällt mir diese Folge, die gesamte Serie ist herrlich unkonventionell und abwechslungsreich. Wem Hellboy noch kein Begriff ist und Angst vor einer Doppelfolge zum Einstieg hat, sei Folge 8 für einen Ausflug in die Welt des paranormalen Ermittlers empfohlen!
Durchschnittliche Userwertung: 13 | User-Top-Liste

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