Titel-Details

» 2114 » 001) Der Anschlag
Cover - Der Anschlag
Durchschnitts-Kurzwertung:

12 / 15

» Jake Wood ist selbstständiger Kurierflieger. Noch vor wenigen Jahren arbeitete er als Security-Angestellter für die GTIC, den mittlerweile mächtigsten Konzern der Welt.
Als auf einer Gala im Senator's-Building eine Bombe zahlreiche hochrangige Politiker in den Tod reißt und Jake nicht nur als Erster vor Ort ist, sondern auch noch die Zündungseinheit der Bombe bei sich trägt, gerät er ins Visier seiner ehemaligen Kollegen.<br />
Ihm gelingt die Flucht, und zusammen mit Simon - seinem besten Freund und Technikexperten - und Senator Whigfield macht er sich im Untergrund auf die Jagd nach der Wahrheit...<br />
... während die halbe Welt Jagd auf ihn macht!
» Regie: Dennis Rohling, Michael Eickhorst
» Musik: Dennis Rohling
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2008-04-00
» eine Produktion von HörplanetWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

2114 (001) Der AnschlagDer Hörplanet wagt sich auf neues Terrain und vertont einen Zukunft-Thriller. Das Script stammt von Sami Salamé und Dennis Rohling.

Jake Wood, eigentlich Kurier, stürzt bei einer gehobeneren Party unversehens in ein gefährliches Intrigennetz. Irgendjemand scheint ihm den Anschlag auf den Senator in die Schuhe schieben zu wollen. Welche Verbindungen gibt es zu dem mächtigen GTIC-Konzern? Jake Wood kämpft nicht nur gegen menschliche Gegner...

Das Szenario der totalen Überwachung - angeleiert durch staatliche Institutionen, vollzogen von einem mächtigen Konzern - das wirkt angesichts aktueller Thematiken sehr passend. Im Jahr 2114 hat sich in den Vereinigten Staaten im Vergleich zu heute einiges verändert, aber letztlich ist doch noch sehr viel mit dem heutigen Stand der Dinge vergleichbar. So wirkt das in diesem Hörspiel präsentierte Set keineswegs überzogen. Die Mischung aus Zukunftsthriller, Mystery und Action erinnert von der Art ein wenig an Resident Evil.
Was dem Hörplanet immer wieder gut gelingt ist die Handlung auf das richtige Maß zu stutzen, auf unnötiges Beiwerk zu verzichten und mit gekonnten Kniffen dem Hörer die Situation dennoch nahezubringen. Das Stilmittel immer wieder eingestreuter Werbesequenzen macht jedenfalls um einiges mehr her als es ellenlange Dialoge und Monologe, welche die neue Welt haarklein beschreiben, jemals zustande bringen könnten.
Mit der ersten Episode hält man Potential für weitere Vertonungen bereit, liegt doch einiges noch im Dunkeln. Die Sorge am Ende zunächst überhaupt nicht mehr durchzublicken, muss man jedoch nicht haben, obgleich man am Schluss direkt mal einen dicken Cliffhanger eingebaut hat.
Ein interessanter Serienauftakt, bei dem zwar das allerletzte Quentchen Knalleffekt fehlt, um zu sagen: wie geil ist das denn bitte. Vielversprechend fällt der Start dennoch aus.

Santiago Ziesmer in der Hauptrolle - bei der markanten Stimme? Wo er doch bereits in allen anderen Produktionen des Hörplaneten immer und immer wieder zu hören ist. Kann das tatsächlich gut gehen?
Überraschenderweise ja, denn obgleich ich genau die Befürchtung hatte, man hätte sich an der Stammcrew bereits satt gehört, so beweist Santiago Ziesmer, dass er trotz seiner unvergleichlichen Stimme sehr wandlungsfähig sein kann. Die Rolle des Jake Wood füllt er jedenfalls sehr gekonnt aus. Aber eines ist klar: noch eine Hauptrolle in einer anderen Serie sollte man aber doch tunlichst vermeiden.
Helmut Krauss als Erzähler gefällt mir hier gut. Seine Einsätze sind auf das nötigste beschränkt und das ist eigentlich das A&O, da Helmut Krauss genau dann die beste Performance im Gepäck hat. Die Regie ist daran aber sicherlich auch nicht gänzlich unschuldig.
Ansonsten gibt es eine große Anzahl an Sprechern zu hören, die man zum Teil bereits aus den anderen Hörspielen des Labels kennt. Im Detail sind das Namen wie Dietmar Wunder (immer wieder exzellent), Jürgen Thormann (ebenfalls großartig), Robert Missler, Dennis Rohling und und und.

Gespannt war ich beim Einsatz der Musik. Auch hier lässt der Hörplanet nicht viel Spielraum für Kritik. Die komponierten Stücke fügen sich passend ins Gesamtbild, nicht zu aufdringlich, nicht zu dezent, genau richtig. Und gerade die Titelsequenz dürfte sich bei öfterem Hören sicherlich zu ähnlichen Ohrwurmqualitäten aufschwingen können wie es bei "Lady Bedfort" bereits der Fall ist.
Das einzige, was ich mir noch wünschen würde ist, dass auch während der Szenen im Hintergrund etwas mehr mit Musik gearbeitet wird.

Fazit: Solider Serienstart, noch nicht umwerfend, aber mit viel Potential für weitere Entwicklungen.

Note 2


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Helmut Krauss Erzähler
Santiago Ziesmer Jake Wood
Robert Missler Simon Trempes
Norbert Gescher Senator Troy Whigfield
Jürgen Thormann Senator Sense
Dietmar Wunder Paul Waden
Tanja Dohse Chris Cuting
Ralf Mertens Wolf
Dennis Rohling Staatlicher Computer
Dennis Rohling Werbesprecher
Hendrik Riehemann Wachmann 1
Jan Schreiber Wachmann 2
Hans-Jörg Große Journalist
Michael Eickhorst Police-Officer 1
Christian Wewerka Police-Officer 2
Olaf Weißenberg Jim, der Pförtner
Anna Janine Woehrlin Türkontrolle


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 19.03.2009 10:00:59 Uhr
Bewertung: 12 / 15

Dieses mal spielt die Handlung in der Zukunft der Erde und nicht wie beim Rettungskreuzer in den Weiten des Alls und auch ansonsten kann man die Serien nur schwerlich vergleichen. Die Idee der Macht&uuml;bernahme eines &quot;&Uuml;ber-Konzerns&quot; in n&auml;herer Zukunft ist dabei nicht unbedingt neu, aber im H&ouml;rspielbereich selten bis gar nicht vertreten.

Wir erleben also die Geschichte des Jake Wood (Santiago Ziesmer), der als Insider, da ehemaliger Mitarbeiter bei GTIC, mit seinem Freund und ehemaligen Kollegen Simon Trempes (Robert Missler) versucht Licht in das Dunkel der Machenschaften des Konzerns zu bringen. Damit verr&auml;t der Klappentext auch fast schon die komplette Handlung des H&ouml;rspiels und weitere Worte dazu w&uuml;rden dem H&ouml;rer die Spannung nehmen, die absolut vorhanden ist!

Durch die Art der Produktion, die Ger&auml;usche und Musiken wird sehr gut der Eindruck einer m&ouml;glichen Zukunft der Erde vermittelt. Ohne lange durch den Erz&auml;hler zu erkl&auml;ren inwiefern sich diese Dystopie von unserer Gegenwart unterscheidet entsteht diese Atmosph&auml;re durch passende, nicht aufdringliche Ger&auml;usche und Einbindungen in Dialoge. Eine wichtige und pr&auml;gnante Rolle spielen hierf&uuml;r auch die eingeblendeten GTIC-Werbespots, in denen sich in satirischer und &uuml;berzeichneter Weise die Einstellungen und Absichten des Konzerns zeigen. (vgl. &quot;Starship Troopers&quot;, &quot;Max Headroom&quot; oder &quot;Zur&uuml;ck in die Zukunft 2&quot;) F&uuml;r mich ein wichtiges und sympatisches Detail.

Dennis Rohling hat f&uuml;r Lady Bedfort und Co. schon viel Lob f&uuml;r seine Kompositionen eingeheimst. In 2114 verfolgt er musikalisch einen neuen Stil. Industrial und Trance halten Einzug in den Fundus des H&ouml;rplaneten, unterst&uuml;tzt durch gewohnt atmosph&auml;rische Kl&auml;nge. Mich pers&ouml;nlich nervt teilweise der eing&auml;ngige Techno, aber das ist sicher Geschmacksache. Als unpassend w&uuml;rde ich die Untermalung absolut nicht bezeichnen.

Ein wichtiger Kritikpunkt ist f&uuml;r mich der Einsatz von Helmut Krauss als Erz&auml;hler. Er beschreibt die Handlung betont unbetont, ohne eine pers&ouml;nliche Note in die Geschichte einzubringen, wodurch sein Vortrag auf mich arg monoton wirkt. Das kann und wird Absicht sein, trifft aber nicht meinen Geschmack. Robert Missler passt perfekt zu seiner Rolle; er und Santiago Ziesmer spielen die Hauptakteure sehr &uuml;berzeugend und bilden ein unterhaltsames und symptisches Team; sie bringen gute Laune in das grunds&auml;tzlich eher d&uuml;stere Umfeld, das die Bedrohung durch einen Megakonzern mit sich bringt. Vieleicht teilsweise sogar ein bisschen zu viel gute Laune, aber das ist nach einer Einstiegsfolge wie hier nur schwer zu bewerten. Ob Ziesmer mit seiner sehr pr&auml;gnanten Stimme zu seiner Hauptrolle passt kann ich nach dieser einen Folge noch nicht beurteilen, die Qualit&auml;t seines Spiels steht aber ausser Frage.

Unterm Strich bleibt ein gelungener Auftakt einer neuen vielversprechenden Sci-Fi-Utopie-Thriller-Reihe, die durch Atmosph&auml;re, Charaktere und frischen Storywind &uuml;berzeugt. Ein guter Einstieg der, aufgrund eines gemeinen Cliffhangers, nach weiteren Folgen verlangt.
Durchschnittliche Userwertung: 12 | User-Top-Liste

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Kritiker-Spiegel

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Durchschnittliche Kritikerwertung: folgt

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