Titel-Details

» Einzelhörspiel » 000) Das Haus (DVD)
Cover - Das Haus (DVD)

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Durchschnitts-Kurzwertung:

5 / 15

» Will Navidsons Nerven liegen blank. Sein neu gekauftes Haus hat plötzlich Türen, wo keine sein dürften. Dahinter: der Zugang zu einem labyrinthischen System, das sich ständig verändert. Bei dessen Erforschung kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen. Wohin verschwinden die Menschen im Labyrinth? Welcher Schrecken wartet in der Dunkelheit? Das Haus gilt als »die literarische Sensation des 21. Jahrhunderts«, seine Umsetzung als Hörspiel schrieb Radiogeschichte: Erstmals wurden drei WDR-Hörspiel-Versionen eines Romans simultan auf drei Wellen gesendet. Jetzt gibt’s dieses Ereignis als Hör-DVD – für unbegrenztes Horror-Zapping.
» Regie: Martin Zylka, Claudia Johanna Leist, Jörg Schlüter
» ISBN: 9783898139953

» VÖ: 2010-10-23
» eine Produktion von DAVWebseite des Labels



» Weitere Informationen:

1 DVD mit Notizbuch / 3x ca. 53 Min.

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Das Haus (DVD)Willkommen in der Hölle!
Der Einzug in das Haus. Türen, wo vorher keine waren. Ein Labyrinth, das sich stetig zu verändern scheint. Eine Erkundung, die zur Katastrophe verkommt.

Es dürfte zweifellos eines der innovativsten Hörspiel-Projekte der letzten Zeit sein: Das Haus. Ursprünglich für das Medium Radio konzipiert, liegt dieses Hörspiel nun auch in einer schmucken DVD-Box vor.
Auf drei Ebenen soll hier ein Hörspiel erzählt werden, bei dem man problemlos zwischen den einzelnen Ebenen hin und her schalten und sich so seine ganz persönliche Version des Hörspiels kreiieren kann. Natürlich ist es aber genauso möglich einfach jede Ebene für sich zu konsumieren.

Soweit die Idee des ganzen. Wie stellt sich das ganze denn nun in der Praxis konkret dar?

Die DVD startet mit einem stimmungsvollen Intro inklusive Bildern. Anschließend bekommt man als Hörer die Möglichkeit, sich auszusuchen, welchen Weg man gehen möchte. Dabei stehen einem drei Optionen offen:

"One Way" - die drei Hörspielteile nacheinander
"Own Way" - seinen eigenen Weg zusammenstellen
"Follow Way" - sich durch einen zufälligen Pfad leiten lassen

Das Hörspiel besteht aus drei Teilen, die jeweils ein eigenes vollwertiges Hörspiel mit einer Spieldauer von jeweils etwa 53 Minuten darstellen: Labyrinth, Fäden und Dunkelkammer.
Wie aber sind diese konkret gestaltet? Immerhin soll es ja möglich sein, zwischen diesen hin und her zu wechseln. (Randbemerkung: die Hörspiele selbst werden nicht wie beim Intro durch Bilder untermalt. Man bekommt es also mit einer rein akkustischen Darbietung zu tun.)

Ich habe mich bei meinem ersten Ausflug in da Haus für die "One Way"-Variante entschieden. Begrüßt wird man zunächst durch einen Prolog, der einem eröffnet, was man in den drei Ebenen zu erwarten hat. Und dann geht es auch schon los:

"Labyrinth" liefert einen Bericht der Ereignisse von Zampano. Zwar orientiert sich dieser am zeitlichen Verlauf der Ereignisse, fällt aber dennoch alles andere als linear aus. Vielmehr ist er gezeichnet von länger andauernden, allgemeinen Erzählpassagen mit Gedankenspielen, immer wieder unterbrochen von weiteren verschiedenartigen Einsprengseln. Sei es das Einblenden der aktiven Rückblicke der Ereignisse in dem Haus, oder die Darstellung einer zweiten Metaebene.
Dabei ist das Ganze in verschiedene Kapitel eingeteilt und erklärt so letztlich auch, wie es möglich ist, zwischen den verschiedenen Ebenen zu wechseln. Denn trotz unterschiedlicher Schwerpunkte bei der Darstellung gibt es verschiedene Punkte, die sich mit den gleichen Geschehnissen beschäftigen - vor allem beim Einbinden der aktiven Rückblenden.

In diesem Wechselspiel wirkt die Inszenierung trotz des großen Anteils der Erzählerpassagen erstaunlich lebendig. Allerdings bleibt inhaltlich vieles äußerst rätselhaft. Zwar wird einem einiges klarer, wenn man alle drei Ebenen kennengelernt hat, es bleibt jedoch selbst dann noch genug an ungelösten Mysterien.
Nur mit allerhöchsten Konzentration wird es einem hier gelingen, das Gesamtbild zu durchdringen. Einfache Kost ist das Haus wahrhaftig nicht. Die Darstellung trägt für mein Empfinden bisweilen gar schon Lovecraftsche Züge.

Zampano spielt auch in den beiden anderen Teilen eine bedeutsame Rolle. Die zweite Ebene "Fäden" gehört jedoch beinahe ganz dem Aushilfsarbeiter Johnnny Truant, dem das Schicksal wahrhaftig übel mitgespielt hat. Für mich war dies aber dennoch diejenige Ebene, die mich am wenigsten mitreißen konnte. Was möglicherweise mit daran gelegen haben mag, dass man sich hier etwas stärker vom Zentrum der Handlung entfernt hat.
Den wahren Kern - das akkustische "Originalmaterial" aus dem Film "The Navidson record" nimmt man sich dagegen in der dritten Ebene "Dunkelkammer" vor. Hier werden einem die Ereignisse von Anfang bis Ende in Form der äußerst intensiven Livemitschnitt samt eines zusätzlichen Erzählers und immer wieder mal eingestreuter Randkommentare vorgestellt. Auszüge aus diesen Aufzeichnungen gibt es in allen drei Ebenen zu hören - und jeweils erfährt man ein wenig mehr vom großen Ganzen. So erweist sich die dritte Ebene als die eindeutig erhellendste.

Die akkustische Inszenierung ist eindrucksvoll und absolut auf der Höhe der Zeit. Die Arbeit mit Musik und Geräuschen erinnert nicht selten an den Stil modernen Horrorfilme. Zwar ist "Das Haus" weit mehr als eine simple Horrorgeschichte, nichtsdestotrotz passt diese Klangkulisse, die sich zudem auch von Ebene zu Ebene unterscheidet ohne dabei stilstisch zu brechen, wie die Faust aufs Auge.
Exemplarisch benannt sei ein Stilmittel, das mir hier ziemlich gut gefallen hat: die Verfremdung des Wortes "Haus" hin zu einem unmenschlichen, überirdischen Zischen.

Die Sprecherriege ist umfangreich und man bekommt sogar einige bekanntere Stimmen zu hören. Unter anderem sind Wolfram Koch, Sascha Icks, Anna Thalbach und Tom Schilling mit von der Partie. Die Rolle Zampanos (Robert Ciulli) ist dabei jedoch fast die markanteste. Anfangs durchaus etwas gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt einfach genial.

Allein die optische Gestaltung unterstreicht das Besondere dieser Produktion. Wann bekommt man neben der DVD schon ein ganzes (Notiz)Buch mitgeliefert, welches das Konzept somit auf einer vierten Ebene weiterführt?

Fazit: "Das Haus" ist ein Gesamtkunstwerk, welches auf dem Hörspielsektor so bisher absolut einmalig ist. Die Idee ist allemal interessant und insbesondere die akkustische Umsetzung erstklassig. Die Geschichte selbst ist dabei mit ihrer Vielfalt an Ebenen (tatsächlich weit mehr als die erwähnten drei) allerdings auch sehr komplex, rätselhaft und damit nicht immer ganz einfach. Hierfür muss man sich zweifellos Zeit nehmen und hochkonzentriert bei der Sache sein.

P.S.: Einen interessanten Einblick in den Entstehungsprozess bieten die filmischen Extras auf der DVD.

Note 1-


4


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Sprecher

SprecherRolle
Roberto Ciulli Zampano (Labyrinth)
Camilla Renschke Beatrice (Labyrinth)
Andreas Grothgar Ansager (Labyrinth)
Wolfram Koch Navidson (Labyrinth)
Fabian Gerhardt Tom (Labyrinth)
Sascha Icks Karen (Labyrinth)
Christian Redl Holloway (Labyrinth)
Marlon Kittel Jed (Labyrinth)
Florian Seigerschmidt Wax (Labyrinth)
Markus Scheumann Reston (Labyrinth)
Tom Schilling Truant (Labyrinth)
Michaela Breit Brookes (Labyrinth)
Mariann Schneider Daisy (Labyrinth)
Tom Schilling Johnny Truant (Fäden)
Anna Thalbach Thumper (Fäden)
Nic Romm Lude (Fäden)
Roberto Ciulli Zampano (Fäden)
Gerd Köster Bassist (Fäden)
Matthias Redlhammer Raymond (Fäden)
Rainer Homann David J. Dranes (Fäden)
Hans Holzbecher Dr. Nowell (Fäden)
Therese Dürrenberger Mutter (Fäden)
Birte Schrein werdende Mutter (Fäden)
Camilla Renschke Beatrice (Fäden)
Sascha Icks Karen (Fäden)
Fabian Gerhardt Tom (Fäden)
Wolfram Koch Navidson (Fäden)
Christian Redl Holloway (Fäden)
Michael Habeck Sheriff Axnard (Fäden)
Mariann Schneider Daisy (Fäden)
Wolfram Koch Navidson (Dunkelkammer)
Sascha Icks Karen (Dunkelkammer)
Fabian Gerhardt Tom (Dunkelkammer)
Markus Scheumann Reston (Dunkelkammer)
Christian Redl Holloway (Dunkelkammer)
Florian Seigerschmidt Wax (Dunkelkammer)
Marlon Kittel Jed (Dunkelkammer)
Mariann Schneider Daisy (Dunkelkammer)
Leon Seidel Chad (Dunkelkammer)
Bernd Kuschmann Gast (Dunkelkammer)
Martin Bross Kubrik (Dunkelkammer)
Simon Roden Copperfield (Dunkelkammer)
Reinhard Schulat Thompson (Dunkelkammer)
Karin Buchali Buckmann (Dunkelkammer)
Volker Lippmann Thayil (Dunkelkammer)
Bernd Kuschmann Pitch (Dunkelkammer)
Claudia Mischke Ashbeckie (Dunkelkammer)
Martin Bross O'Geery (Dunkelkammer)


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» Hörer-Meinungen (1)
Mr. Murphy schrieb am 11.04.2012 20:22:16 Uhr
Bewertung: 5 / 15

Ein besonderes Hörspielprojekt vom WDR ...?Das Hörspiel "Das Haus" vom WDR hat mir nicht wirklich gefallen. Ich empfand das überwiegend als Kunstquatsch mit Grusel. Die Sprecher waren alle sehr gut. Ebene "Labyrinth" war der schlechteste Teil, er wirkte überwiegend nicht interessant. Die Ebene "Fäden" war etwas besser und die Ebene "Dunkelkammer" war nochmal etwas besser. Meistens hatte die Produktion den Charakter einer Lesung, was mir auch nicht gefiel. Für eine ausführliche Rezension müsste ich das Hörspiel nochmal anhören, dafür ist mir aber meine Zeit zuschade. Das Bonusmaterial schaue ich mir erst gar nicht an.FAZIT: Note 4. Das Hörspiel ist nicht gut. Leider nicht empfehlensewert.
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