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» Einzelhörspiel » 000) Öland
Cover - Öland

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» Im dichten Nebel von Öland verschwindet ein kleiner Junge ohne jede Spur. Niemand sieht ihn je wieder. Zwanzig Jahre später erhält Julia, die Mutter des Jungen, einen ungeheuerlichen Anruf von ihrem Vater: Es gibt einen Hinweis, sie soll nach Öland zurückkehren und ihm bei der Suche nach ihrem verschwundenen Sohn helfen. Es geht das Gerücht, der unheilbringende Nils Kant sei der Mörder. Aber Nils Kant ist gestorben, lange bevor der Junge verschwand. Manch einer dagegen behauptet, er wandere noch immer über die weite Kalkebene von Öland.
» Produktion: Deutschlandradio
» Buch/Script: Johan Theorin
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 67 Minuten
» ISBN: 9783867176484

» VÖ: 2010-06-18
» eine Produktion von HörverlagWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) ÖlandDas ungeklärte Verschwinden des kleinen Jens hat Öland bis heute nicht losgelassen. Als Julia heute, zwanzig Jahre nach dem Ereignis einen Anruf von ihrem Vater aus dem Altersheim in Öland erhält, der ihr von einer neuen Spur im Fall seines vermissten Enkels berichtet, kehrt Julia erstmals nach dieser langen Zeit wieder zurück in ihre alte Heimat an der Küste und wird sofort an den damaligen Nebeltag erinnert.

Der atmosphärische Einstieg erweist sich im Rückblick als gehaltvoller denn anfangs vermutet. Greift man im Vorfeld nicht schon auf Informationen zurück, wie sie beispielsweise durch den Klappentext zur Verfügung gestellt werden, steht man als Hörer zunächst einmal vor der großen Nebelwand des Ungewissen. Was ist damals passiert? Durch den kurzen Einblick ganz zu Beginn sind wir den Protagnisten der Geschichte, die den Fall neu aufzurollen versuchen, eigentlich stets einen Schritt voraus, nur dass sich dieser Vorteil erst dann wirklich bemerkbar macht, wenn man selbst einmal alle Details der damaligen Geschehnisse sortiert hat. Dadurch, dass wir erste viele Jahre nach den Ereignissen in die Ermittlungen einsteigen, offenbaren sich die einzelnen Facetten dieses Kriminalplots erst Stück für Stück. Alte Erinnerungen vermengt mit neuen Spuren und Theorien, von denen man nicht weiß, wie ernst man sie tatsächlich nehmen kann, sorgen erst nach und nach für ein überschaubares Bild. Und hat man dieses einmal erreicht, sind auch die Protoganisten, allen voran Gerlof so weit, die Tatsachen zu erkennen. Insofern erwächst einem als Hörer hier zu einem Zeitpunkt ein Vorteil, der einem die Sachverhalte bereits frühzeitig durchschauen lassen würde.

Die Inszenierung beugt sich dem eher ruhig und atmosphärisch ausgelegtem Hörspielskript, das ohne einen übergeordneten Erzähler auskommt, sondern allein durch die wechselseitigen Darstellungen von Dialogen der Beteiligten und Betroffenen lebt und dabei nicht selten dem Hörer einiges an Interpretationsspielraum lässt. Als weiteres Stilmittel kommen die immer wieder eingestreuten Briefe Nils Kants an seine Mutter zum Einsatz.

Die melancholische Schwere, die über dem ganzen lastet, wird immer wieder durchbrochen von schneidenden Klängen. Die Abgelegenheit des Schauplatzes lässt keine bombastische Geräuschkulisse zu, die aber wohl allein schon aufgrund des Titels so niemand erwartet haben dürfte. Realistisch gehaltene Effekte reichen hier völlig aus, um die Szenerie angemessen zu untermalen. So minimalistisch die Inszenierung damit bisweilen erscheint, insgesamt erweist sie sich als sehr wirkungsvoll.

Traugott Buhre als Gerlof läuft der eigentlichen Hauptperson Julia (Astrid Meyerfeldt) fast ein wenig den Rang ab. Den pfiffigen Alten empfand ich hier als DIE Figur, mit der man sich als Hörer am meisten identifizieren kann. Bei Radioproduktionen muss man sich zumeist selten Sorgen um schwache Sprecherdarbietungen machen. Zwar findet sich unter den Namen einzig mit Udo Schenk einer, der auch im kommerziellen Sektor häufiger anzutreffen ist, doch lässt das noch keine Rückschlüsse auf alles weitere zu.

Fazit: Eine atmosphärische Kriminalgeschichte, der vielleicht einzig noch ein wenig der letzte Funken Spannung fehlt, um bis ins letzte zu begeistern. Doch auch so bleibt eine äußerst gelungene Hörspielinszenierung, bei der Freunde realistisch aufgezogener Kriminalplots mit nordischem Atmosphäreneinschlag gewiss auf ihre Kosten kommen dürften.

Note 2+


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