Titel-Details

» Videospielhelden » 002) Alone in the Dark
Cover - Alone in the Dark
Durchschnitts-Kurzwertung:

11 / 15

» Edward Carnby ist am Ende. Zu viele Abgründe, zu viele übernatürliche und übermächtige Gegner haben ihn zerstört. Seines Lebens überdrüssig, sieht er nur noch einen endgültigen Ausweg. Doch ein blonder Todesengel reißt ihn aus seiner Lethargie und mitten hinein in ein neues Rätsel. Schattenkreaturen, seltsame Phänomene und ein alter Freund führen ihn dorthin, wohin er nie wieder gehen wollte: "Allein in die Dunkelheit...!"
» Regie: Björn Korthof
» Musik: Konstantinos Kalogeropoulos
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2010-07-16
» eine Produktion von HolysoftWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Videospielhelden (002) Alone in the DarkEdward Carnby hat genug. Er ist am Ende. Die Schatten, die ihm auf jedem seiner Schritte begleiten vermag auch der Alkohol, den er inzwischen in Unmengen konsumiert, kaum mehr zu bändigen. Nur der Tod kann ihm noch Erlösung verschaffen. Und so macht er sich auf zur nächstbesten Autobahnbrücke, um von seinem Leben Abschied zu nehmen, als sich alles plötzlich ganz anders entwickelt...

Nach diesem kurzen Einstieg, startet die Erzählung erst richtig los. Schon die geheimnisvollen Schatten von denen Edward berichtet, lassen erste Ahnungen aufkommen, dass man es hier nicht unbedingt nur mit realen Gegebenheiten zu tun bekommt. Doch zu diesem Zeitpunkt ist unklar, ob es sich nur um Hirngespinste handelt oder ob doch mehr hinter dem ganzen steckt.
Die nebulösen Hinweise im weiteren Verlauf lassen noch viele Hintergründe im Dunkeln. Doch genau daraus bezieht die Story einen wesentlichen Teil ihres Reizes. Sorgt genau dies doch dafür, dass man als Hörer mit einer unterschwelligen, vor allem anfangs überhaupt nicht greifbaren Bedrohung konfrontiert wird, welche die Spannungskurve während der ersten Unternehmungen rasch in die Höhe schnellen lässt.

Dafür mitverantwortlich ist ebenso die schneidend dichte Atmosphäre. Insbesondere die Szenen im verlassenen Motel erweisen sich als extrem düster und unheimlich. Hinsichtlich des Gruselfeelings läuft man dabei manch sobetitelten Gruselhörspiel problemlos den Rang ab. Auch die bösen Schockeffekte in Verbindung mit der sehr zielgerichtet eingesetzten Musik tragen ihren Teil zum Gelingen der dargestellten Momente bei.

Im Gegensatz zu "Far Cry" erinnert die Umsetzung von "Alone in the Dark" deutlich weniger an die Transformation eines Computerspiels ins Tonträgermedium. Dennoch bleiben einige Elemente zurück, die sich als typisch identifizieren lassen. Sei es zum Beispiel allein der Umstand, dass der Held selbst in bedrohlichen Situationen gerne noch einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Auch wenn Edward Carnby hier sonst eher ein depressiver Charakter ist und seine Sprüche sehr schwarzhumorig rüberkommen.

So packend die Geschichte beginnt, so enttäuscht lässt mich das Ende zurück. Bereits während des Telefonats mit Edwards Freundin beginnt das ganze Gerüst zu kippen. Man fragt sich unweigerlich, woher diese auf die Schnelle die ganzen Informationen zur Verfügung hat. Das wirkt eher unglaubwürdig und es drängt sich der Eindruck auf, als ob den Ideengebern hier auf den letzten Metern hin zum Finale ein wenig die Ideen ausgegangen sind und man sich daher eines Gotts aus der Maschine bedient hat.
Merkwürdigerweise ist Edwards Freundin gar nicht in der Sprecherliste aufgeführt. Ein Schelm, wer eine Verbindung darin sieht, dass die Sprecherin genau diejenige ist, welche mit dem restlichen Cast hinsichtlich ihrer Leistung nicht ganz auf einer Stufe steht?

Das Finale wirkt arg gehetzt. Die Darstellung der Geschehnisse ist dadurch wenig griffig. Nach dem größtenteils subtilen Aufbau zuvor, hätte ich mir hier eine weniger plumpe Lösung gewünscht. Letztlich trübt das den Gesamteindruck schon, sorgt allerdings insgesamt nur dafür, dass dieses Hörspiel keinen Platz in den Spitzenpositionen einnehmen kann.

Mit Sven Hasper und Karen Schulz-Vobach hat man ein recht dynamisches Duo gefunden, das durch Lutz Riedel wenig später gut ergänzt wird. Vor allem der Effekt, der zu dessen Stimmentfremdung verwendet wird, verfehlt seine bedrohliche Wirkung nicht.
Ergänzt wird dieses Dreigespann durch Leute wie Klaus-Dieter Klebsch, Tobias Kluckert, Mario Hassert und Bodo Henkel in kleinen Nebenrollen.

Fazit: Eine eindrucksvoll inszenierte Erzählung, deren düster-mysteriöse Grundstimmung vor allem in der ersten Hälfte für spannendes und kurzweiliges Hörvergnügen bürgt. Letzteres bleibt bis zum Ende erhalten, das Ende der Geschichte enttäuschte mich in der recht knappen, imho eher plumpen Darstellung aber doch. Nichtsdestotrotz bleibt insgesamt eine Stunde mitreißende, sehr unterhaltsame Hörspielkost, die deutlich unheimlicher ist als so manches "Gruselhörspiel".

Note 2


4


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Sprecher

SprecherRolle
Sven Hasper Edward Carnby
Karen Schulz-Vobach Ellen Burke
Lutz Riedel Richard Burke
Klaus-Dieter Klebsch Officer Schwartz
Mario Hassert ...
Tobias Kluckert ...
Bodo Henkel ...


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» Hörer-Meinungen (2)
dry © (www.hoerspiel3.de) schrieb am 22.10.2011 10:50:44 Uhr
Bewertung: k.A.

@Oliver: Danke für den Hinweis. Wird korrigiert.
Oliver schrieb am 22.10.2011 09:30:36 Uhr
Bewertung: 11 / 15

Schönes Hörspiel.
Aber will kein Kommentar schreiben, sondern bloß anmerken, dass im Sprechercast Sven Hasper als Edward Carnby angegeben ist und im Text Kim Hasper geschrieben wurde.
Vllt. kann man das ja noch ändern. (Stand: 22.10.2011)

MfG
Oliver
Durchschnittliche Userwertung: 11 | User-Top-Liste

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