Titel-Details

» Einzelhörspiel » 000) helden:tot
Cover - helden:tot
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Er hat einen ultimativ erfolgreichen Werbeslogan kreiert für eine Sportartikelfirma: "Be Your Own Hero - Sei dein eigener Held." Marcus Wennmann hält sich selber für einen Helden: einen Helden der Arbeit. Doch als sein Chef ihn feuert und ihm seinen Nachfolger präsentiert, weil er zu alt ist und ausgebrannt wirkt, merkt Wennmann, dass er sich hat blenden lassen. Mit gerade mal Ende dreißig zerbricht seine Illusion von der stetigen Karriere und dem steten Geld. Er beschließt ernst zu machen mit seiner Botschaft: Er will sein eigener Held werden. Wennmann ist hin und her gerissen zwischen Wut und Hass auf alle, die über ihn und sein Schicksal entschieden haben und der Sehnsucht nach einem Glück, an dass er sich plötzlich wieder erinnert. Er sinnt auf Rache. Und er sucht nach einem Ausweg, nach seiner Wahrheit in der Warengesellschaft. Wennmann beginnt einen Plan zu schmieden, den er in den heimischen vier Wänden einem Aufnahmegerät anvertraut: Die Helden sind tot, es leben die Helden.
» Buch/Script: Stefan Sprang
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 54 Minuten
» eine Produktion von geophonWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) helden:totI am a cybernetic organism. Das sind die Worte, mit denen man als Hörer von Andreas Fröhlich begrüßt wird. Und das gleich in dutzendfacher Ausgestaltung. Andreas Fröhlich ist zweifellos der Mann dieses Hörspiels - wohlgemerkt der einzige. Aber auch auf Seiten des weiblichen Geschlechts bekommt man nicht viel mehr als eine kurze Antwortbeantworteransage zu hören. Die fachmännische Analyse lautet also schlicht: es liegt der außergewöhnliche Fall eines Ein-Mann-Hörspiels vor.

Was Andreas Fröhlich in Gestalt des Marcus Wennmann in Form seines Helden-Podcasts auf die Menschheit loslässt, dürften die meisten zurecht im ersten Moment zunächst einmal als ziemlich wirren, wilden Gedankenfluss empfinden. Was zum Teufel bewegt diesen Mann? Was zum Teufel will er einem mit seinen Worten sagen?

Als Manager hat Wennmann scheinbar alles erreicht, was von der Gesellschaft als Glück definiert wird. Seit seinen Schultagen hat er sich den Leitspruch "Das Leben ist eine must-win-Situation" zu Herzen genommen und alles dafür getan. Nur um am Ende festzustellen, dass er doch nur ein Luftfresser in einem Arschlochsystem geworden ist.

Es ist ein Erinnern an Erlebnisse in Verbindung mit bisweilen fast schon philosophischen Fragestellungen, die einem in der Form, wie sie Wennmann vorträgt, allerdings weniger wie ein seelenloses Konstrukt vorkommen, als vielmehr wie etwas tatsächliches, unumstößliches. Hauptsächlich treibt ihn aber die Abrechnung mit dem gesellschaftlichen System an, geboren aus Wut, Ernüchterung und Verzweiflung.
In seinem Helden-Podcast spricht er sich in Rage, debattiert mit einem nicht-existenten Beckmann über den Lug und Trug, der ihn statt näher zum Glück immer weiter davon weggeführt hat.

Wer Andreas Fröhlich mal wirklich in seinem _ganzen_ Können erleben will, der sollte sich dieses "Hörspiel" unbedingt zulegen. Er lebt sich förmlich in die eigenwillige Figur Wennmanns hinein und bricht dann mit voller Kraft alles aus dessen Inneren heraus. Schlicht großartig.

Das Hörspiel wird sanft mit Geräuschen unterlegt. Da vor allem Alltagsmomente vorherrschend sind, ist der Anspruch hier nicht immens hoch. Musik gibt es eigentlich nur in Form des Abschlussliedes, das dem Hörspiel nochmals auf besondere Weise seinen Stempel aufdrückt.

Fazit: Am Ende bleibt die Feststellung, dass dieses Hörspiel viel zu schnell vorbei gegangen ist. Eine wahrlich ungewöhnliche, nicht ganz einfache Reise in Wennmanns Leben, zu der man aber dank Andreas Fröhlichs genialer Interpretation sehr schnell Zugang findet.

Note 1-


4


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