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» Wallander » 000) Die Pyramide
Cover - Die Pyramide

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» Nahe der schwedischen Küste geht ein Flugzeug in Flammen auf. Die Piloten sind bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Kein Tower hatte Meldung über den Flug – ein Fall für Kultkommissar Wallander und sein Team. Wenig später entdeckt man die Leichen von zwei alten Schwestern, die gemeinsam einen Kurzwarenladen betrieben haben, kaltblütig durch einen Genickschuss hingerichtet. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Mord an einem Drogendealer, der auf gleiche Weise getötet wurde? Eine Reise zu den ägyptischen Pyramiden bringt den schwedischen Kriminaler auf die richtige Spur.
» Regie: Simon Bertling, Christian Hagitte
» Buch/Script: Henning Mankell, Moritz Wulf Lange
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 72 Minuten
» ISBN: 9783867175999

» eine Produktion von HörverlagWebseite des Labels



» Weitere Informationen:

<b>Musik:</b><br /> Rainer Erdmann: Pommer<br /> Peter Jackson: Klavier<br /> David Hadad: Trompete<br /> Joe Benelli: Saxophon<br /> Katrin Kranke: Querflöte<br /> Tim Weiland: Klarinette<br /> Rubens Marcello: Quena<br /> Sabine Schaal, Jörg Pomplun, Kerstin Koch, Kerstin Lang: Streichquartett quartetto consono



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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Wallander (000) Die PyramideEin Sportflugzeug stürzt nahe der Grenze ab. Doch niemand weiß, woher dieses gekommen ist. Es ist zuvor auf keinem Radarschirm aufgetaucht. Spionage oder doch Drogenschmuggler?
Während die Ermittler um Kurt Wallander noch versuchen, Licht in das Dunkel zu bringen, ereignet sich ein anderer Vorfall. Ein Feuer in einem Wohnhaus. Zwei tote Frauen, die aber nicht infolge des Brandes starben, sondern durch Schüsse ins Genick hingerichtet wurden.
Ob die beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben? Wallander ist sich dessen überhaupt nicht sicher? Auch wenn ein weiterer Mord mit der gleichen Hinrichtungsmethode zu dem ganzen passen würde.

Das Jahr 1989 verläuft für Wallander privat alles andere als optimal. Nach der Trennung mit Mona, findet er zwar eine Geliebte, welche die hinterlassene Lücke aber nicht zu füllen vermag. Mit seinem Vater versteht sich Kurt ebenfalls alles andere als gut - und als dieser bei einer Reise in Ägypten in Not gerät, droht Wallander auch noch der finanzielle Ruin.

Die Vorfälle, mit denen man es hier zu tun bekommt, wirken im Kriminalsektor fast schon alltäglich. Die Ermittlungen verlaufen auf recht standadisierten Bahnen, fördern aber immer wieder Interessantes zutage. Das besondere Flair dieser Erzählung ensteht weniger aufgrund der kriminaltechnischen Ermittlungen, sondern durch diejenigen Elemente, die Wallander so extravagant machen. Das Privatleben des Kommissar nimmt hier einen recht großen Raum ein. Insbesondere die Reise nach Ägypten und die Art, wie diese Wallander später hilft, die Sachverhalte klarer zu sehen, ist schon recht ungewöhnlich.

Die depressive Stimmung ergibt sich nicht nur aufgrund der Schilderungen von Heinz Kloss als Ich-Erzähler Kurt Wallander. Die Musik hat einen mindestens ebenso großen Anteil. Schwer, drückend - das sind treffendsten Umschreibungen für die Komposition aus Klavier, Streichern und Blechbläsern. Immer wieder mischen sich die ägyptischen angehauchten Klänge dazu - und das wirkt angesichts des (später) aufgegriffenen Leitmotivs der Pyramiden mehr als stimmig.

Neben Heinz Kloss in der Hauptrolle darf man sich auf eine namhafte Sprecherriege freuen. Thomas B. Hoffmann als Martinsson, Peter Panhans als Rydberg, Till Hagen als Nyberg, Peter Groeger exzellent als Wallanders Vater und nicht zuletzt Sven Hasper, Luise Lunow und Katrein Frenzel. Hohe Qualität, wie man sie von STIL kennt und schätzt.

Fazit: Ein sehr schwerfälliges Hörspiel, was aber voll beabsichtig gewesen sein dürfte. Die depressive Grundstimmung kommt so jedenfalls optimal zum tragen. Die Fälle, mit denen sich Wallander herumschlagen muss, kommen lange Zeit nicht richtig voran und werden immer wieder überschattet von Ereignissen in seinem privaten Umfeld. Allemal ein gutes Hörspiel, nicht zuletzt der eindrucksvollen Inszenierung wegen - selbst wenn es mir stellenweise schon mal fast zu schwer war.

Note 2


4


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