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» MindNapping » 001) Auf gute Nachbarschaft

Cover - Auf gute Nachbarschaft

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Durchschnitts-Kurzwertung:

12 / 15

» Nach dem Tod seiner Eltern fällt der Schriftsteller Hank Lewis in ein tiefes Loch. Bis ein mysteriöser Fremder in das Nachbarhaus einzieht. Hank hat von nun an keine ruhige Minute mehr. Der neue Nachbar scheint ihm nachzustellen und schreckt auch nicht vor Gewalt zurück. Was ist das Motiv des Fremden? Während eines Unwetters kommt es zum grauenvollen Finale ...
» Buch/Script: Patrick Holtheuer, Marcus Görner
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2011-02-25
» eine Produktion von AudionarchieWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

MindNapping (001) Auf gute NachbarschaftEin neues Hörspiellabel erhebt sich. Die Audionarchie. Ein nicht gerade unkritisch beäugter Start, handelt es sich bei dem Gründer und Produzenten doch immerhin um einen der bekanntesten Kritiker der Hörspielszene: Patrick Holtheuer, dem Betreiber der hoerspielhoelle.de. Die Frage, die sich den meisten wohl im Vorfeld stellt: Gelingt es Holtheuer seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden?

Den Beginn dieser Geschichte kann man wohl in gewissem Sinne als höchst klassisch bezeichnen. Eine abgelegene Gegend (selbst wenn darüber nicht allzuviele Worte verloren werden, drängt sich dieser Eindruck durch zahlreiche Details innerhalb der Geschichte ganz von allein auf), ein neuer unheimlicher Nachbar, der in der alten Villa gegenüber eingezogen ist und der Schriftsteller Hank Lewis immer wieder beobachtet. Was führt der Mann im Schilde?

Skriptautor Marcus Görner verzichtet hier beinahe vollständig auf den Einsatz eines Erzählers. Lediglich einmal schlüpft Hank Lewis für einen kurzen Rückblicksbericht in die Ich-Perspektive. Um nicht in die Falle der Selbstgespräche zu tappen bedient sich Görner einiger recht einfacher, aber äußerst effizienter „Tricks“: so wird man immer wieder Zeuge von Telefonaten zwischen Hank und Grace oder Zwiegesprächen von Hank mit seinem nur sehr unverständlich antwortenden neuem Gefährten.

Die Erzählung fällt nicht nur kurzweilig aus, sondern vermag auch prima Spannung zu vermitteln. Immerhin ja die Kernaufgabe eines Psychothrillers. Zwar befindet man sich noch nicht auf nervenzerfetzendem Niveau, aber der eingeschlagene Weg ist schon mal vielversprechend.

Mit der Zeit keimte bei mir zwar immer deutlicher ein Verdacht auf, der sich am Ende auch bestätigt, nichtsdestotrotz möchte ich von einem gelungenen Twist sprechen. Gewisse Parallelen zu einem Roman von Dennis Lehane sind aber nicht unbedingt zu leugnen und ich muss sagen, dass das Szenerio dort fast noch etwas raffinierter umgesetzt ist.

Die eingesetzte Musik ist recht unauffällig. Die Stücke sind per se passend, jedoch mehr darauf ausgerichtet, kurze Akzente zu setzen. Etwas schade finde ich allerdings, dass diese insgesamt etwas zu eintönig ausgefallen sind.
Dazu vielleicht noch ein konkreteres Beispiel: so verfehlt das erste plötzliche Auftauchen von Whisk seine Wirkung nicht – das nächste Mal funktioniert das ganze nach dem genau gleichen Muster schon deutlich weniger gut. Da ist die Wiederholung des eingesetzten Musikakzents nämlich eher suboptimal – stattdessen wären bedrohlich klingende, orchestrale Einspielungen vermutlich die bessere Wahl gewesen.
Die Geräuschkulisse ist auf das wesentliche reduziert, aber allemal völlig ausreichend. Etwas gestört haben mich einzig die verlangsamten Schreie des Sterbenden – an dieser Stelle wäre ein direkter Übergang meines Erachtens nach wirkungsvoller gewesen.
Jedoch sind dies eher Kleinigkeiten. Der Gesamteindruck ist bleibt recht positiv.

Das liegt nicht zuletzt an den Sprechern, die für dieses Hörspiel gewonnen werden konnten. Vor allem Sascha Rotermund macht hier einen wirklich herausragenden Job. In der Hauptrolle hat er zwar im Vergleich zu seinen Kollegen die deutlich bessere Gelegenheit zu punkten, nichtsdestotrotz ist keineswegs gesagt, dass jeder Sprecher diese Rolle derart glaubwürdig hätte umsetzen können. Sehr gut gefallen hat mir zudem Jan-David Rönfeldt, dessen Stimme man bislang nicht schon in jedem dritten Hörspiel zu hören bekommt. Altstarts Konrad Halver und Reinhilt Schneider runden den guten Eindruck in diesem Bereich weiter ab.

Fazit: ein guter Einstand, den die Audionarchie auf Basis der Geschichte nach den Ideen von Patrick Holtheuer und Marcus Görner hier hinlegt. Neben der inhaltlich überzeugenden Umsetzung der Ideen ist es insbesondere der professionelle Cast, der zu begeistern weiß. Kleinere Schwächen beim Einsatz von Musik und Effekten mag man da durchaus zu verzeihen. Für einen Spitzenplatz muss man aber noch etwas raffinierter werden.

Note 2


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Sascha Rotermund Hank Lewis
Reinhilt Schneider Grace Anderson
Konrad Halver Montgomery Brewster
Jan-David Rönfeldt Elan Whisk
Detlef Bierstedt Dr. Gallun
Stephan Chrzescinski Officer August
Gordon Piedesack Officer Decker
John Ment Radiomoderator


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» Hörer-Meinungen (2)
Oliver schrieb am 27.05.2011 06:33:06 Uhr
Bewertung: 11 / 15

Mindnapping Folge 1 - Auf gute Nachbarschaft...

nach vollständigem Hören dieses eigentlich gut gelungenen Hörspiels muss ich mir zugeben, dass ich diese Geschichte auf eine andere sehr ähnliche Art und Weise schon einmal gehört bzw. gesehen habe. In dem Film "Das Geheime Fenster" mit Johnny Depp hat man genau solch eine Persönlichkeitsstörung des Protagonisten. Ebenfalls scheint er bei all seinen Taten zu "schlafen". Auch der liebe Nachbar, der immer wieder Andeutungen macht, dass es etwas mit Hank nicht stimmt, ist im Film vorhanden. Und nebenbei ist der Job beider Hauptfiguren der selbe -> Autor.
Auch das Ende kann man als fast identisch erklären, nur dass im Film er sehr zufrieden mit seiner neuen Persönlichkeit ist.

Genug "gemeckert".
Andererseits ist dieses Hörspiel für sich ein gelungen Werk. Man kann zwar wirklich von Anfang an mit ziemlicher Sicherheit erahnen, wer der böse Nachtbar ist, aber Spannung kommt alle Mal auf. Alle Figuren harmonieren miteinander und man kann somit sich auf ein schönes Hörspiel freuen.

MfG Oliver
hergehoert.de (hergehoert.wordpress.com) schrieb am 11.03.2011 22:11:44 Uhr
Bewertung: 13 / 15

Mit „MindNapping (1): Auf gute Nachbarschaft“ gibt Patrick Holtheuers Label „Audionarchie“ sein Debüt. Nicht jedoch auf den allgemein florierenden Horrorbereich setzend, sondern mit Psychothrillern soll die Hörerschaft unterhalten werden. Dafür vorab schonmal ‘Daumen hoch’, denn leichter wäre es sicherlich mit Dämonenjäger No. 123456 gegangen – doch hier wurde bewußt ein anderer Weg gewählt.

Zur Story:
Übernatürliche Elemente fehlen, stattdessen wird tatsächlich das geboten, was die Serie verspricht: Ein reinrassiger Psychothriller. Der Spannungsbogen wird konsequent gesteigert, ist gespickt mit Hinweisen, die auf das Ende hindeuten, welches dann genregetreu böse ausfällt und sich nicht an obligatorische Happy-End-Zwänge hält. Der Verzicht auf einen Erzähler bringt die Handlung wesentlich intimer herüber – eine kluge Entscheidung.

Sprechermäßíg gibt es durch die Konzentration auf den Hauptcharakter Hank Lewis und seine Nemesis ein recht kleines Ensemble – dafür aber durchweg klangvolle Namen: Sascha Rotermund gibt einen großartigen Hank Lewis am Rande des Wahnsinns, Reinhilt Schneider mit ihrer unvergleichlichen Stimme Hanks besorgte Tante. Konrad Halver liefert einen wunderbar grantigen Nachbarn, doch den Vogel abgeschossen hat definitiv Jan-David Rönfeldt: Sein Elan Whisk kommt wirklich beängstigend böse rüber. Kein Overacting, nicht der typische „Ich muss alles erklären und halte ellenlange dumme Monologe“-Bösewicht, sondern ein wirklich unglaublich bedrohlicher Geselle dank einer exquisiten Leistung von Rönfeldt.

Musik und Effekte werden passend eingestzt; gerade die Geräusche steigern in Kombination mit dem abstinenten Erzähler die bizarr-realistische Atmosphäre noch. Die Musikuntermalung, bewußt minimal gehalten, bringt die permanente Bedrohung und das mysteriöse Treiben auf den Punkt und verleiht der Folge ein akustisches Gesicht, welches sie beispielsweise von Folge 2 schon komplett unterscheidet.

Summa summarum:
Ein verflucht starker Einstieg in den Markt. Eine durch Genrekenntnis und diverse Hinweise im Hörspiel selbst zu entschlüsselnde Grundidee wird souverän in einen verdammt guten Klangmantel gepackt. Das Spiel der Sprecher kann man, insbesondere auf Sascha Rotermund und Jan-David Rönfeldt bezogen, nur als großartig bezeichnen. Effekte und Musik werden dezent eingesetzt, verleihen der Episode ein eigenständiges, akustisches „Gesicht“ und zaubern eine wunderbar gruselig-intime Atmosphäre, was durch das Fehlen eines Erzählers noch verstärkt wird. „Auf gute Nachbarschft“ kann ich nicht nur Thriller-Freunden, sondern uneingeschränkt empfehlen.


Review im Blog: http://bit.ly/iej8Ft
Review auf hergehoert.de: http://bit.ly/hOm2m5
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