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» Gruselkabinett » 058) Pickmans Modell

Cover - Pickmans Modell

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Durchschnitts-Kurzwertung:

13 / 15

» Die Gemälde von Richard Upton Pickman schockieren die Bostoner Kunstwelt. Es sind Darstellungen abscheulicher Wesen in nicht minder grauenerregenden Situationen. Henry Thurber ist mit der Einzige im eher konservativen Kunstverein, der nicht von den Bildern abgestoßen, sondern im Gegenteil sehr fasziniert davon ist...
» Buch/Script: H. P. Lovecraft
» Umfang (CDs): 1
» ISBN: 9783785745298

» VÖ: 2011-11-11
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (058) Pickmans ModellAngesichts der herausragenden Qualität von Lovecrafts Geschichten und deren zumeist exzellenter Vertonung im Rahmen des Gruselkabinetts wünscht man sich noch deutlich mehr Lovecraft-Geschichten innerhalb dieser Reihe. Hier ist endlich wieder eine solche:

Henry Thurber ist mit der U-Bahn auf dem Weg zu einem befreundeten Künstler namens Richard Pickman, um sich dort dessen neueste Werke anzusehen. Pickmans Werke sind aufs höchste umstritten, zeigen sie doch abscheuliche Szenen einer widerwärtig dunklen Phantasie. Mit unglaublicher Detailtreue gelingt es ihmWesen aus der Dunkelheit auf seine Bilder zu bannen, dass man beinahe glauben möchte, sie seien real. Und vielleicht sind sie das auch?

Schon der Einstieg ist unglaublich stimmungsvoll geraten. Ist man sonst eher Pferdekutschen und ähnliches im Rahmen des Gruselkabinetts gewohnt, könnte einen die Begegnung mit einer U-Bahn vielleicht zunächst verwundern. Doch das ist mehr ein beiläufiger, flüchtiger Gedanke, der einen angesichts der unglaublich düsteren und dichten Atmosphäre der darauffolgenden Minuten nicht länger verfolgt.

Als Ich-Erzähler hält Dietmar Wunder das Zepter in der Hand. Einige Strecken des Hörspiels, darunter auch die Einstiegsszene weist immer wieder Züge einer inszenierten Lesung auf. Aber dank der sehr stimmungsvollen Musikbegleitung und Dietmar Wunders tollem Spiel fällt das überhaupt nicht negativ auf. Im Gegenteil: zeigt sich hier doch die wortgewandte Genialität Lovecrafts, der mittels unheilschwangerer Andeutungen immer in der Lage ist einen zu packen und ein innerstes Unwohlsein hervorzurufen. Dass er dabei lange Zeit „um den heißen Brei herumredet“ ist ein zweckdienliches Mittel, um das Mysterium nur weiter anzufachen und damit unweigerlich die Neugier des Publikums zu steigern.

Den äußeren Rahmen der Hörspielerzählung bildet das Gespräch von Thurber mit seinem langjährigem Freund. In Form von aktiven und passiven Rückblicken werden die Ereignisse der nahen Vergangenheit nochmals aufgearbeitet. Der Anteil Dietmar Wunders bleibt dabei aber stets hoch. Man könnte fast sagen, das Hörspiel wird regelrecht getragen von seiner Darbietung. Und genau in solchen Momenten wird mir schließlich auch wieder bewusst, weshalb er zu meinen absoluten Lieblingssprechern zählt. Aber auch die anderen aktiv in Erscheinung tretenden Schauspieler wie Sascha Rotermund und Stefan Kaminski liefern einwandfreie Darbietungen ab. Unter der Regie von Marc Gruppe und Stephan Bosenius erwartet man von den Sprechern aber auch nicht weniger als das Beste.

Die Musik ist hervorragend ausgesucht und unterstützt die düstere Atmosphäre blendend. Insbesondere das Stück, welches man ganz am Ende eingebunden hat, verfehlt seine Wirkung nicht.

Fazit: Die Geschichten von Lovecraft bleiben weiterhin ein Garant für tolle Gruselunterhaltung. Dank Dietmar Wunders blendender, ja preisverdächtiger Darbietung ist dieses Hörspiel ein Hochgenuss. Eine Steigerung wäre nur durch eine noch mysteriösere Darstellung des unbekannten Grauens möglich gewesen. Dass Lovecraft dazu sehr wohl in der Lage ist, hat er mehr als einmal bewiesen.

Note 1-


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Dietmar Wunder Henry Thurber
Stefan Kaminski Eliot Granger
Sascha Rotermund Richard Upton Pickman
Matti Klemm Dr. Andrew D. Reid
Hans Teuscher Schaffner
Friedrich Georg Beckhaus Taxifahrer


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» Hörer-Meinungen (1)
Hauke (hspweb.de) schrieb am 06.04.2012 15:01:51 Uhr
Bewertung: 13 / 15

"Pickmans Modell" - dieser harmlose Titel zusammen mit der Nennung des Autors H.P. Lovecraft lässt auf einen subtilen aber dafür umso größeren Grusel hoffen. Pickman ist Maler und seine Gemälde äußerst umstritten. Das wird bereits früh klar nach dem Intro. Das Hörspiel beginnt mit einem Albtraum des Protagonisten Henry Thurber. Solche in medias res Einstiege sind nicht nur bei mir beliebt, auch beim Gruselkabinett. Das Besondere an diesem: Nach dem ersten Genuss des Hörspiels empfand ich den Einstieg noch unheimlicher, noch bedrohlicher. Das liegt sicherlich daran, dass nun bekannt ist, welcher Gefahr sich der Kunstliebhaber Thurber in seinem Traum aussetzt und wie grässlich die Wesen sind, die ihm begegnen könnten. Lovecrafts Wesen sind, die schrecklichsten die ich kenne. Die Spannung ist zum Reißen gespannt, wenn nur solche Wesen abgebildet oder anwesend sind - sie müssen nichts tun. Vielleicht ergibt sich der Reiz, wenn schon diverse Vorkenntnisse in der Lovecraft Literatur - am besten durch gelungene Hörbücher - vorhanden sind. Ich kann nur empfehlen, es nach dem Ende erneut zu hören.Protagonist Henry ist Mitglied im konservativen Kunstverein, dessen Mitglieder verstört auf Pickmans Schaffen reagieren. Es wird ihm verboten, einige Gemälde auszustellen. Es gibt Mitglieder, die sogar dessen Ausschluss fordern. Henry fasziniert das Abscheuliche und freundet sich mit Richard Pickman an. Auf dem Höhepunkt ihrer Vertrauensbasis zeigt Pickman sein Ort des Schaffes. Henry entdeckt dabei eine Fotografie mit Pickmans Modell, das ihn an den Rand des Wahnsinns treibt...Dietmar Wunder erstmals in einer Rolle, die nicht an James Bond oder irgendeinen obercoolen / trotteligen Typ erinnert. Eine richtige Wohltat. Somit wirkt der Auftritt frisch und die Wunder-Interpretation lässt - wen wunderts? - keine Zweifel aufkommen. Saubere Leistung!Dietmar Wunders alias Henry Thurbers Freund wird von Stefan Kaminski. Ebenfalls eine tolle Leistung. Nicht zu vergessen Sascha Rotermund als Pickman höchstpersönlich sowie Matti Klemm, Hans Teuscher und Friedrich Georg Beckhaus in Nebenrollen. Jeder überzeugt auf ganzer Linie. Es gibt keinen Grund zur Klage.Die Musik und Geräuschkulisse ist ebenfalls überaus gelungen. Besonders die Geräusche der Wesen üben einen großen Reiz auf mich aus. Die Musik passt wie immer perfekt und das letzte Musikstück reißt den Hörer ein letztes Mal mit und lässt Zeit, das gehörte Revue passieren zu lassen. Fazit: Für jeden Lovecraft Fan eine gelungene Umsetzung und ein gelungener Beitrag zum Gruselkabinett. Wobei sicherlich ein Hardcorefan die gleiche Intensität oder empfundene Stimmung einer herausragenden Lesung oder des Selbstlesens vermissen wird. Denn gerade bei Lovecraft ist das Minimale das Reizvolle. Die Fantasie springt an und macht alles schlimmer. Beim Hörspiel wird durch die Geräusche und Sprecher schon viel vorgegeben.
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So bewerten andere Rezensenten:

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