Titel-Details

» Einzelhörspiel » 000) Von Opfern und Tätern
Cover - Von Opfern und Tätern
Durchschnitts-Kurzwertung:

12 / 15

» Hamburg zur Weihnachtszeit. Güte und Milde liegen in der Luft - die Menschen sind liebevoll und hilfsbereit... oder trügt der Schein? Manchmal lohnt sich der Blick HINTER die Fassade, um das wahre Gesicht eines treuen Gatten, einer braven Schülerin und eines liebevollen Bruders zu erkennen – Oder die Motive eines eiskalten Killers zu verstehen. Das Hörspiel "Von Opfern und Tätern" riskiert diesen zweiten Blick und lauscht in fünf Episoden hinter die Masken von vier Menschen, deren Weg sich schicksalhaft kreuzt. Danach wird nichts so sein wie zuvor…
» Regie: Sönke Strohkark
» Musik: Ralf Pantel
» Buch/Script: Sönke Strohkark
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2011-05-20
» eine Produktion von Fear4EarsWebseite des Labels



» Weitere Informationen:

Sprecher: Dirk Hardegen, Dilara Schröder, Hans-Henning Stober, Christian Senger, Sabrina Heuer, Bettina Zech, Davia Krogmann, Matthias Ziegann, Karen Schulz-Vobach, André Bethge, Hedi Kriegeskotte, Alexander Bornhütter, Nepomuc von Kornmann, Sönke Strohkark.

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Von Opfern und TäternHamburg, Eppendorf. Eine vornehme Gegend mit freundlichen Menschen. Es ist kurz vor Weihnachten als sich das Unglaubliche ereignet. Dabei fängt der Tag auf den äußeren Blick ganz normal an. Ein Ehepaar, das sich auf den Weg ans Meer machen will, um Verwandtschaft zu besuchen. Ein Geschäft, in dem an diesem Tag noch die verschiedensten Besorgungen kurz vor dem Fest erledigt werden. Und angenervte Autofahrer, die unter Stress stehen.
Ganz normale Bedingungen so kurz vor Weihnachten möchte man denken. Doch dem ist ganz und gar nicht so...

Spotlichtartig werden im Rahmen des kurzen, ganz zu Beginn des Hörspiels stehenden Überblicks verschiedene zwischenmenschliche Beziehungen in einer nobleren Hamburger Gegend beleuchtet. Rund 10 Minuten lang wird man Zeuge genau der oben geschilderten Eindrücke bis sich das ereignet, was an diesem Tag niemand für möglich gehalten hätte. Doch wie ist es eigentlich dazu gekommen?
Man ist versucht die Erzählung möglichst realitätsnah zu halten. Sprich man greift sich Charaktere heraus, die genau dem entsprechen, was man in diesem Hamburger Stadtteil erwartet und wendet sich Szenen zu, die ganz alltäglich erscheinen. Das allerdings nur auf den oberflächlichen Blick. Denn sobald man sich von der unkommentierten, „neutralen“ Fassung löst und die Geschichte anschließend nochmals aus einer jeweils anderen Perspektive erzählt, wird angesichts der sich offenbarenden Gedankenwelt der Charaktere schnell klar, dass der Schein bisweilen extremst trügen kann. Mit jedem neuen Kapitel offenbaren sich neue Abgründe und so steht beschauliche Bild schnell auf dem Kopf.

Die Idee mag nicht grundsätzlich neu sein. Erst kürzlich hat man etwas ähnliches im Kinofilm „8 Blickwinkel“ verarbeitet. Nichtsdestotrotz bleibt das ganze ein spannendes Konzept, das ich im Hörspielbereich in dieser Ausführung so noch nicht erlebt habe. Insofern kann man mit Blick auf rein diesen Kunstbereich durchaus von einer innovativen Idee sprechen.

Wiederholungen ganzer Dialogpassagen sind die logische Konsequenz des Erzählmusters. Das allerdings führt nicht etwa dazu, dass sich mit der Zeit Langeweile einschleichen würde. Vielmehr wächst die Spannung mit jedem neuen Blickwinkel, den man auf die Gesamtsituation erhält.
Inhaltlich eine schlüssige Geschichte mit einem interessanten Konzept, bei dem man als Hörspielfan auf jeden Fall ein Ohr riskieren sollte – und das auch bedenkenlos kann.

Die Inszenierung ist in Bezug auf Geräuscheffekte recht zurückgenommen. Die Beschränkung auf die akustische Kulisse des Alltags (Autohupen und ähnliches) ist aber lediglich die logische Konsequenz der gewollt realitätsnahen Schilderung. Musikalisch variiert man zwischen ruhigen, melancholischen und eher treibenden Klängen – je nach Szenenlage.

Das Konzept, eine Situation der Alltagswelt darzustellen, setzt sich auch bei der Besetzung der Rollen fort. Keine Synchrongrößen sind hier anzutreffen, sondern vornehmlich Sprecher, die man sonst eher selten bis gar noch nicht zu hören bekommen hat. Umso überraschter war ich von den insgesamt sehr homogenen und glaubwürdigen Darbietungen aller Beteiligter. Der ein oder andere noch etwas zu hölzern geratene Satz (wie beispielsweise ganz zu Anfang von Dilara Schröder) ist auch angesichts der Art wie die Rollen angelegt sind, schnell vergessen.

Fazit: „Von Opfern und Tätern“ präsentiert sich als spannender Blick hinter die Kulissen einer scheinbar beschaulichen und friedlichen Szenerie in einem nobleren Viertel einer deutschen Großstadt kurz vor Weihnachten. Nach und nach offenbaren sich dem Hörer sämtliche bis dahin im verborgenen lauernde Abgründe. Getragen von dem Namen nach zwar eher unbekannten Sprechern, die ihre Rollen aber überraschend gut stemmen.

Note 2+


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Sabrina Heuer Marie Harberg
Davia Krogmann Melanie von Bergen
Dirk Hardegen Claas von Bergen
Dilara Schröder Tania Gauss
Matthias Ziegann Hans Kessler
Hans-Henning Stober Jens Schötzow
Karen Schulz-Vobach Anna Schötzow
Christian Senger Frederik Schöneborn
André Bethge Jan Thomsen
Hedi Kriegeskotte Elisabeth Schultze
Alexander Bornhütter Mirko Krieger
Nepomuc von Kornmann Carsten Kranz
Sönke Strohkark Dr. Martin Grön
Bettina Zech Susanne Hollenberg


Hörer-Meinungen zur Folge

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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages-Saxler (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 18.01.2012 10:08:52 Uhr
Bewertung: 12 / 15

Gefiel mir auch sehr gut. Ich fühlte mich an Plampers "Ruhe 1" erinnert, welches einen ähnlichem Erzählstil verfolgt. Das Konzept gefällt mir gut, nach einander ein und die selbe Situation aus der Sicht verschiedener Personen zu schildern. Das dabei auch die Gedanken dieser Leute präsentiert werden lässt noch mal tiefer einblicken. Der Bruch am Ende der Geschichte in der Szenen mit den betrunnkenen Weihnachtsfeier-Besuchern fällt leider leicht negativ raus. Auch fand ichd as Finale, nämlich das Interview des "Täters" auch nicht wirklich passend. Dadurch kommt eine übernatürlich-mystische Not in das Hörspiel, die es nicht nötig gehabt hätte.Sprecher gut, Musik ok, der "Rausschmeißer" von Dirk Hardegen hat was von einem klassischen Film-Credit-Song.Was ist das denn nun...Krimi, Thriller, Drama? Alles irgendwie ein bisschen. Empfehlung von mir!
Durchschnittliche Userwertung: 12 | User-Top-Liste

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