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» John Sinclair » 071) Der Mann, der nicht sterben konnte
Cover - Der Mann, der nicht sterben konnte

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- / 15

» Russland, 1908: Die Region Tunguska wird von einer gewaltigen Explosion erschüttert. War es ein außerirdischer Meteorit? War es eine unbekannte Waffe? Was auch immer es war, es hatte Auswirkungen auf die Anwohner der Region! Denn heute, über 100 Jahre später, reist einer von ihnen nach London und sinnt auf Rache ...
» Regie: Dennis Ehrhardt
» Musik: Andreas Meyer
» Buch/Script: Jason Dark, Dennis Ehrhardt
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 56 Minuten
» ISBN: 9783785745502

» VÖ: 2012-01-20
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

John Sinclair (071) Der Mann, der nicht sterben konnteAlles neu macht der Mai, in diesem Fall ist es allerdings nicht der fünfte sondern bereits der erste Monat im Jahr, der einschneidende Veränderungen für die Serie John Sinclair bringt.
Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, hat Oliver Döring die Arbeit an der Serie mit Folge 70 niedergelegt. Nun hat Dennis Ehrhardt die Drehbuchbearbeitung und Regie übernommen. Und auch wenn es anfangs noch hieß, dass die Änderungen nur geringfügig sein würden, hat sich nun herausgestellt, dass dem keineswegs so ist. Daher möchte ich mich in dieser Besprechung nun also ganz der Einschätzung dieser Veränderungen widmen.

John Sinclair ist noch immer ziemlich betrübt. Kein Wunder angesichts des Schicksalsschlages, den er erst kürzlich hat hinnehmen müssen. Um ihn ein wenig abzulenken hat ihn die Horror-Oma zu einem Drink eingeladen. Doch die Ablenkung für den Geisterjäger soll etwas anders ausfallen als gedacht. Denn urplötzlich erschüttert eine Explosion die Gegend.

Was direkt zu Anfang auffällt ist der Einsatz der neuen Erzählerin noch im Vorspann. Schon einmal gab es aufgrund der Erkrankung von Joachim Kerzel einen Wechsel zu Wolfgang Pampel. Von nun an übernimmt Alexandra Lange den Part des neutralen Erzählers – übrigens auch bei den Classics. Allerdings fallen ihre Einsätze hier etwas zu kurz aus, um wirklich eine vollständige Beurteilung abgeben zu können. Wie gut sie in die Reihe passt, wird man wohl erst nach ein paar weiteren Folgen sagen können. Allerdings ist schon jetzt klar, dass der Verlust einer so markanten Stimme wie die von Joachim Kerzel doch schmerzt. Immerhin hat er einen nicht unwesentlichen Teil zur typischen John Sinclair Atmosphäre beigetragen. Was es aber auch früher schon gab und was als Stilmittel weiterhin fortgeführt wird, ist der verstärkte Einsatz von John Sinclair (Frank Glaubrecht) als Ich-Erzähler. Im Vergleich zu Alexandra Lange kommt Frank Glaubrecht häufiger zum Zuge, so dass der Wechsel der Erzählerrolle zumindest bei dieser Folge etwas abgefedert wird. Ob das taktisches Kalkül rein für dieses Hörspiel war, oder aber Teil der neuen Strategie wird sich ebenfalls zeigen müssen.

Völlig neu ist auch das Intro. Ich möchte zwar nicht behaupten, dass das bisherige große Klasse war, aber es hatte doch im Zusammenspiel von Sprecher und Musik eine ordentliche Ausdruckskraft, die ziemlich gut das gesamte eher auf actionreiche Kost ausgerichtete Konzept widerspiegelte. Dass man sich angesichts der Verlautbarung stärker den Grusel zu betonen, dafür entschieden hat, etwas neues zu kreieren, mag verständlich sein. Allerdings überzeugt das Intro gerade vor diesem Anspruch zumindest musikalisch nicht besonders. Das E-Gitarren lastige Stück will für mein Empfinden momentan kein so rechtes John Sinclair Gefühl auferstehen lassen. Aber vielleicht braucht es da einfach noch ein wenig Gewöhnungszeit.

Zu den eher kleineren Änderungen gehört der Austausch der Zeitansage, die allerdings meines Erachtens nicht großartig ins Gewicht fällt und eher zu unbedeutenden Veränderungen zählt, mit denen man recht gut leben kann.

Nun sind die erwähnten Änderungen bislang eher mit einem leicht negativen Unterton bestückt. Da stellt sich natürlich die Frage: hat sich denn auch etwas deutlich verbessert?
Ein eindeutiges Ja kann ich als Antwort darauf momentan leider nicht geben. Das mag aber mit daran liegen, dass man für dieses Hörspiel nicht unbedingt eine der stärksten Geschichten des Sinclair-Universums umgesetzt hat. Gerade im Mittelteil hängt die Erzählung deutlich durch und lässt Schwung und Spannung vermissen. Von der intensivierten Gruselatmosphäre bemerkt man zumindest bei dieser Geschichte bislang nur wenig. Das dürfte aber wie bereits gesagt auch am Stoff selbst liegen. Zumindest aber gelingt es Erik Schäffler in der Rolle des Fjodor Rankin einen unheilvollen Unterton an den Tag zu legen, was aber trotzdem nicht so ganz ausreicht, um das ganze wirklich spannend zu machen. Dazu mangelt es einfach etwas zu sehr an inhaltlichen Raffinessen in dieser Erzählung.
Vielleicht nochmals zurück zur Hörspiel-Umsetzung selbst und der Frage, ob sich dort eine positive Veränderung ergeben hat. Was definitiv weiterhin gelungen ist: die akustische Untermalung. Sei es die Geräuschkulisse – gerade die Explosion ist hier ganz im alten Stil umgesetzt. Aber auch die musikalische Begleitung kann sich hören lassen. Sicherlich vermisst man die so typischen Sinclair-Stücke schon manchmal ein wenig, allerdings sind die neuen Stücke, selbst wenn sie etwas unauffälliger eingesetzt sind, qualitativ keineswegs schlechter.

Fazit: Folge 71 steht exemplarisch für den Beginn einer neuen Ära, die einige Veränderungen für die Serie mit sich bringt. An einiges wird man sich gewöhnen können, einiges ist momentan noch schmerzhaft (z.B. der Wegfall Kerzels). Alles in allem würde ich keineswegs von einer schlechten Umsetzung sprechen – allerdings hätte der Start zweifellos besser ausfallen können. Dazu kommt natürlich erschwerend hinzu, dass man sich mit der Auswahl dieser eher schwachen Geschichte nicht gerade einen Gefallen getan hat.

Note 3-


2


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Frank Glaubrecht John Sinclair
Martin May Suko
Alexandra Lange-Baehr Erzählerin
Evelyn Gressmann Lady Sarah Goldwyn
Erik Schäffler Fjodor Rankin
Claus-Dieter Clausnitzer Sir Reginald Earl of Rankin
Sven Plate Gaylord Rankin
Uli Krohm Wirt
Maresi Bischoff-Hanft Edwina Rankin
Ilya Welter Glenda
Marius Clarén Andrej
Hans Teuscher Spurensicherer
Stefan Krause ...
Jürgen Holdorf ...
Frank Gustavus ...
Bernd Rumpf ...
Alexander Rieß ...


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