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» Lady Bedfort » 050) und das Grauen im Nachtexpress 1
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- / 15

» Den Reisenden am Bahnhof steht die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Eine Fahrt mit dem berühmten “Schattenjäger” steht auf dem Programm. Da stört es nur wenig, dass auch der verurteilte Mörder Derek Grey mit an Bord ist – in Handschellen und hinter Gittern, versteht sich. Doch als der Zug halten muss, weil ein Fahrzeug die verschneiten Gleise blockiert, geht es Schlag auf Schlag: Der Zauberer Voltic wird ermordet aufgefunden, und Grey hat seine Zelle verlassen…
» Regie: Dennis Rohling, Michael Eickhorst
» Buch/Script: Marc Freund
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2012-03-09
» eine Produktion von HörplanetWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Lady Bedfort (050) und das Grauen im Nachtexpress 1Da ist sie also nun, die Lady Bedfort Jubiläumsfolge 50. Tja, wer hätte das anfangs vermutet? Vermutlich nicht einmal die Produzenten selbst.

Mit dem Schattenjäger soll es nach Schottland gehen. Doch noch vor der Abfahrt kommt es zu zwei Vorkommnissen, die ihre Schatten auf das später noch folgende werfen sollen. Durch eine stürmische und schneereiche Nacht kämpft sich der Zug, bis er irgendwann gezwungen ist wegen eines Lastwagens, der die Gleise blockiert, zu halten. Fast im gleichen Atemzug überschlagen sich auch im Zug die Ereignisse. Ein Mann stürzt brennend vom Dach eines Wagons in den Schnee, ein Gefangener, der von einem Polizisten im Zug überführt wurde, entkommt und keiner scheint nun mehr sicher zu sein...

Für dieses Jubiläum erwartet man förmlich etwas besonderes. Denn ein ganz normaler Fall für Lady Bedfort – das wäre dann doch etwas zu alltäglich. Und in der Tat hat sich der Hörplanet etwas besonderes einfallen lassen. Denn er lässt nicht etwa Lady Bedfort im Schattenjäger mitfahren, sondern die blinde Dora Spools. Und auch die beiden Inspektoren Miller und Gomery sind weit und breit nicht zu erblicken. Dafür darf Max wieder ein Wörtchen mitreden. Hört sich verwirrend an? Ist es eigentlich gar nicht.
Denn die Erklärung ist so simpel wie gelungen. Der Hörplanet, genauer gesagt Autor Marc Freund, hat die vertrauten Stimmen einfach in neue Rollen befördert. Das heißt nun also, dass Waltraut Habicht hier die blinde Dora Spools spricht – bis auf diesen kleinen Unterschied aber genau die gleiche Gabe besitzt, was kriminalistisches Denken anbelangt. Santiago Ziesmer agiert hier als Geistlicher, Bodo Wolf als der Obdachlose Hobo-Ben und Jürgen Kluckert als Polizist. Auch Dennis Rohling taucht hier nach längerer Zeit wieder auf – und zwar als Zugbegleiter Maxwell. Eine spannende Idee, die bekannten Stimmen einmal in etwas andere Rollen zu stecken, den typischen Krimirahmen aber beizubehalten. Eine Kleinigkeit sollte man vielleicht noch erwähnen: der Fall spielt um die Wende des 19. Jahrhunderts.

Der Hörplanet hat zu diesem Jubiläum ein ausführliches Statement im Booklet mitgeliefert (ein Wendecover übrigens auch...), in dem man ein wenig über die Entstehung dieser Doppelfolge berichtet.

Mal abgesehen von der Rahmenidee, die mir persönlich gut gefällt, stellt sich natürlich die Frage, inwiefern es denn gelungen ist, eine dem Jubiläum angemessene Kriminalgeschichte zu erzählen. Das ganze erfordert in doppelter Spielzeit ja nun doch ein paar mehr Kniffe. Auffällig ist zunächst vor allem die doch sehr umfassende Exposition, in der ja nicht nur die Nebenrollen, sondern auch die Hauptrollen neu eingeführt werden müssen. Und obwohl man hier schon das ein oder andere einfließen lässt, was später noch eine entscheidende Rolle spielt, braucht die Geschichte ein wenig um an Fahrt aufzunehmen. Genauso wie der Schattenjäger. Doch der Spannungsbogen steigt dann recht rasch an und lässt nicht mehr so rasch nach. Immer neue Entwicklungen lassen nur bedingt Zeit zum Nachdenken – und ich muss sagen, dass mir der Mix aus Theorien erörtern und neuen Zwischenfällen sehr gut gefallen hat. So wirkt die Geschichte weder zu überhastet noch zerredet. Die eingeschränkte Kulisse des Zuges mit dem Wissen um den entflohenen Mörder bietet natürlich schon eine ziemlich gute Grundlage, auf der Marc Freund seine komplexe Geschichte aufbaut. Einzig zum Finale hin übertreibt man es mit dem Versuch den Hörer aufs Glatteis zu locken ein wenig. Zwar ist die entsprechende Szene, in welcher der vermeintliche Täter gestellt wird, akustisch wirklich prima unterstützt, aber nachträglich will die geschaffene Bedrohlichkeit nicht mehr so recht passen und wirkt zu künstlich. Das ist allerdings so ziemlich das einzige, was mich an dieser Jubiläumsfolge gestört hat. Der Rest ist gelungen.

Musikalisch zeigt sich das Hörspiel etwas düsterer als die sonstigen Lady Bedfort Hörspiele. Das dürfte vor allem daran liegen, dass man auf viele der inzwischen nur allzu bekannten Stücke aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen verzichtet. Der Atmosphäre im und rund um den Zug kommt das nur zugute.

Fazit: Man hat sich für dieses Jubiläum eine besondere Grundidee überlegt, die mir persönlich sehr zugesagt hat. So bleibt der typische Lady Bedfort Stil bleibt gewahrt und man bietet trotzdem etwas besonderes. Schön, dass man die Gelegenheit nutzt, Max zurückkehren zu lassen – wenn auch nur einmalig. Die Geschichte ist trotz einer vielleicht etwas langen Exposition im weiteren Verlauf spannend erzählt, so dass die Zeit regelrecht verfliegt. Somit hat man also auch diese Herausforderung bezwungen.

Note 2+


4


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Sprecher

SprecherRolle
Waltraut Habicht Lady Clara Bedfort
Jürgen Kluckert Tim Denham
Dennis Rohling Maxwell Butler
Carmen Molinar Denise Carlington
Bert Franzke Harold Crane
Jürgen Kluckert Ian Drymond
Roland Hemmo Lucas P. Fulton
Bodo Wolf Hobo-Ben
Santiago Ziesmer Gilbert Mahoney
Waltraut Habicht Dora Spools
Arianne Borbach Ruby Tanner
Robert Missler Dragan Voltic


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