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» Dark Life » 001) Nowbacks Geheimnisse
Cover - Nowbacks Geheimnisse

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Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Jede Stadt hat ihre Geheimnisse. Doch in Nowback kann ein neuer Job zum Höllentrip werden. Ben Richards ist auf der Suche nach Arbeit, doch was er findet zeigt ihm die dunkle Seite der Nacht. Mitten unter den Menschen leben Vampire und Dämonen. Die Ermittlerin Julie Barks folgt einer Spur ins Greenham Viertel und findet sich inmitten eines mörderischen Experiments wieder. Hier werden Retter zu Gejagten und Wesen der Nacht zu Opfern. In Nowback ist Nichts wie es scheint. Eine Stadt voller dunkler Geheimnisse.
» Musik: Oliver Gärtner
» Buch/Script: Tatjana Auster
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2011-09-06
» eine Produktion von Bellgatto AudioWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Dark Life (001) Nowbacks Geheimnisse„Dark Life“ - das ist die neue Hörspielserie des ebenfalls noch neuen Labels Bellgatto Audio. Die Antwort auf die Frage, ob man mit diesem Erstling überzeugen kann, gibt es in den folgenden Absätzen.

Ex-Polizist Ben Richards hat einen neuen Job gefunden. Einer, der zwar etwas merkwürdig klingt, aber daran stört sich der junge Mann nicht sonderlich. Er ist frisch gebackener Geister- und Dämonenjäger und soll sich auf die Suche nach Vampiren machen. Doch während seiner ersten nächtlichen Streifen ereignet sich noch nichts besonderes. Aber dann macht er die Begegnung mit Julie Barks, die sein Leben gehörig auf den Kopf stellen soll.

Einen „abgeschlossenen Dark Mystery Hörspiel Krimi“ verspricht man uns hier. Schauen wir doch einmal, inwiefern dieses Versprechen konkret eingelöst wird:

„Abgeschlossen“ stimmt schon einmal. Die Geschichte kann man problemlos hören, ohne dass einem am Ende wesentliche Informationen zum Gesamtverständnis fehlen würden.
Nach und nach lernt man die verschiedenen Akteure der hier agierenden Gruppierungen kennen. Es wird zwar erst mit der Zeit klar, wie diese im Detail zusammenhängen, doch erfahrene Hörer dürften sich nicht schwer tun das Gerüst recht schnell zu durchschauen. Zumal es auch keine großen Wendepunkte gibt.

„Dark.“ Wenn damit die Dunkelheit der Nacht gemeint ist, löst man auch dieses Versprechen ein. Denn große Teile der Handlung spielen zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang. Keine allzu große Überraschung, wenn man es mit leibhaftigen Vampiren zu tun bekommt, die selbstverständlich kein Sonnenlicht vertragen. Sollte mit Dark jedoch auf eine dunkle, düstere Kulisse angespielt werden (auf eine solche Assoziation könnte man als Käufer aufgrund des Zusammenhangs in dem das Wörtchen eingebettet ist, ja durchaus kommen), so wird man eher enttäuscht.
Das Hörspiel startet mit einem an und für sich gelungenen Titellied, das auf mich ein wenig den Eindruck erweckt, als wäre es direkt einem Musical über Vampire entsprungen. Das ist an und für sich ja nicht unbedingt verkehrt. Ausführlicher bekommt man das ganze am Ende nochmals zu hören und dort zeigt das Lied durchaus seine Qualitäten. Diese herrscht aber leider nicht die gesamte Zeit über vor. Die Palette an Kompositionen ist vielseitig, allerdings selten wirklich das, was ich als dunkel und düster bezeichnen würde. Das mag aber durchaus mit der Geschichte an sich zusammenhängen, die genau diese beiden Umschreibungen keineswegs verdient hat.
Doch bevor wir uns diesem genauer widmen, noch ein paar Anmerkungen zur Geräuschuntermalung. Man hört, dass die Produzenten hier sehr bemüht gearbeitet haben. Jedoch tappt man dabei auch gleichzeitig in die Klischeefalle. Besonders gut gemeint, hört sich eben leider nicht immer ideal an. Gerade bei Szenen wie dem Internetchat oder in der Pizzeria bekommt man den Eindruck, dass die Kulisse zu sehr in den Vordergrund drängt. Auch wenn es vielleicht nicht so gedacht war, wirkt das dann doch ein wenig zu sehr wie der Einsatz eines Holzhammers. Ganz klar: eine Kulisse sollte auf jeden Fall vorhanden sein, sie sollte aber nicht so eingesetzt werden, dass sie die eigentliche Geschichte unterbricht, weil sie sich zu sehr nach vorne drängt. Das mag ein Aspekt sein, den manch einer vielleicht schon als Kosmetik ansehen dürfte, aber hier gab es doch ein paar Momente, bei denen mich solches einfach gestört hat.

„Mystery Krimi Hörspiel“. Wie weiter oben bereits angedeutet, dürfte es nicht allzu schwer fallen, das Muster der Geschichte zu durchschauen. Dazu bedarf es gar nicht einmal großer seherischer Fähigkeiten, es liegt schlicht daran, dass die Geschichte zu wenig an Besonderheiten bietet, die sie von ähnlichen Erzählungen dieses Genres abheben würde. Glücklicherweise muss man hier keinen Twilight-Verschnitt befürchten. Das allein reicht aber nicht zwingend aus, um eine Geschichte packend zu gestalten. Die Dynamik der Geschichte reicht über weite Strecken nicht aus, um wirklich Spannung zu erzeugen. Zu vieles gleicht dem schon oftmals gehörten Kampf zwischen Vampiren und Verfolgern, ohne dass beispielsweise seitens der Charaktere irgendwelche besonderen Akzente aufblitzen würden, die einen neugierig machen. Schlimmer sogar: neugierig macht einen hier eigentlich kaum etwas. Und das ist schon mal eines der ersten K.O. Kriterien für Mystery. Denn davon ist in dieser Geschichte wirklich nicht viel zu spüren. Da reicht eine geheime Organisation, die Jagd auf Vampire macht, bei weitem nicht aus. Die Krimizüge der Erzählung vermag ich ehrlich gesagt nicht wirklich zu erkennen.
Auch das Dialogbuch läuft dem Anspruch, ein Dark Mystery Hörspiel zu schaffen, doch ziemlich entgegen. Am ehesten vermittelt Erzähler Gordon Piedesack noch eine entsprechende Stimmung. Die unfreiwillig komische Komponenten, welche in zu vielen der restlichen Dialoge durchschimmert, passt da nicht wirklich. Beispielhaft sei das erste Aufeinandertreffen von Julie und Ben benannt, das einfach unrund wirkt. Die beiden Schauspieler wirken zwar bemüht, können aber nicht verhindern, dass sich der ganze Gesprächsverlauf einfach gekünstelt und unecht anhört. Da fällt es einem schon schwer, das ganze wirklich ernst zu nehmen.

Abschließend möchte ich noch kurz auf den Sprechercast eingehen. Dieser stellt eine Mischung aus bekannten und weniger bekannten Sprechern dar. Während mich beispielsweise Gordon Piedesack als Erzähler, Robert Missler als Gordon Green, und Judy Winter als eiskalte Jägerin gut gefallen haben, können andere wie Tatjana Auster und Thomas Schweins daran nur zum Teil anknüpfen. Insbesondere Tatjana Auster wirkt oft zu emotionslos, was besondere bei den Szenen auffällt, in denen sich Julie in Gefangenschaft befindet.

Fazit: Den selbst gestellten Anspruch eines Dark Mystery Hörspiel Krimis vermag man nicht gerecht zu werden. Die Geschichte gleicht zu sehr den typischen Groschenromanvertonungen. Als solches wäre das ganze teils durchaus unterhaltsam, wenn es nicht noch verschiedene weitere Probleme bei der Inszenierung geben würde. Es gibt gewiss auch manch gelungene Szenen innerhalb dieses Hörspiels, insgesamt überwiegen für mein Empfinden allerdings die Kritikpunkte, so dass ich leider keine Empfehlung aussprechen kann.

Note 4-


1


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Gordon Piedesack Erzähler
Tatjana Auster Julie Barks
Patrick Bach Rick Torrente
Thomas Schweins Ben Richards
Robert Missler Gordon Green
Meike Mayer Kaylee Chase
Götz Schulte Charles Goodkind
Judy Winter Fran Peek
Sascha Rotermund Alexander Frost
Martin Sabel Bob Serrano
Detlef Tams Carlos Melnikov
Eduardo Mulone Mario Pollacci
Julia Casper Carla Pollacci
Eduardo Garcia Jo Granitza
Sven Matthias Matt (Vampir)
Cincia Rusco Domenika Pollacci
Bettina Hinzen Dana (Vampir)
Lea Kiernan Lena
Marco Kiernan Vater
Wölkchen Auster Willow


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