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» Der Spiegel im Spiegel » 002) Das gefundene Wort
Cover - Das gefundene Wort

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Durchschnitts-Kurzwertung:

14 / 15

» Und erneut gibt sich das who-is-who der Sprecherszene ein Stelldichein: Schon in der ersten Episode setzt sich das skurrile Traumkarussell Endes mit großen Stimmen in eine ebenso rasante wie unwirkliche Bewegung und zieht den Zuhörer tief in den surrealen Weltenstrudel. Auch im Finale dieser erstmals vollständigen Interpretation von Endes Ausnahmewerk wirken viele der Sprecher der ersten Staffel mit, neu hinzugekommen sind u.a. Gunter Gabriel, Nicole Heesters, Heinz Hönig und Gudrun Landgrebe!
» Buch/Script: Michael Ende
» Umfang (CDs): 2
» ISBN: 9783869740904

» VÖ: 2011-10-18
» eine Produktion von steinbach sprechende bücherWebseite des Labels



» Weitere Informationen:

mit den Sprechern: Friedrich Schoenfelder, Heinz Hönig, Gudrun Landgrebe, Gunter Gabriel, Nicole Heesters, Simone Rethel, Carlo v. Tiedemann, Manfred Lehmann, Leslie Malton, Oliver Rohrbeck, Erich Räuker, Christian Schult, Karin Buchholz, Jens Wawrczeck, Helmut Krauss, Gilla Cremer, Annelie Krügel, Hans Jürgen Wolf, Frank Glaubrecht, Peter Hawig, Detlef Tams, Rubina Kuraoka, Klaus Dittmann, Konrad Bösherz, Regina Lemnitz, Till Hagen, Hannah Krügel, Marius Krügel, Nora Krügel, Steffen Thamm, Klaus Ude, Milena Piper, Wulf Mey

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Der Spiegel im Spiegel (002) Das gefundene WortBei steinbach sprechende bücher ist nun bereits die zweite Sammlung an Kurzgeschichten von Michael Ende erschienen. Vertont hat das ganze auch diesmal wieder das Team der Mediabühne. Insgesamt 16 unterschiedliche Geschichten hat man hier auf 2 CDs gebannt. Größtenteils als Hörspiel, teils aber auch als Lesung mit Musik und Geräuschen inszeniert.

Schon die erste Kurzgeschichtensammlung offenbarte den Hang des Autors zum Surrealismus, zur Lust am Spiel mit Symbolik und Metaphern, die mehr als eine Deutung zulassen. So verhält es sich auch diesmal wieder. Immer wieder vermeint man göttliche Bilder in den Geschichten wiederzufinden, so spielen gerade Engel eine zentrale Rolle. Die Erzählungen wandeln in fremden Welten, doch immer auf der Suche nach grundlegenden Antworten unserer Existenz, dem Sinn hinter allem. Und dafür gibt Michael Ende eine ganze Reihe von Denkansätzen, die jedoch nicht immer leicht zu verstehen sind. So ist es ein absolutes Muss, sich diese Geschichten bei voller Konzentration anzuhören und ratsam auch mal einen weiteren Hördurchgang zu wagen. Der Stoff ist also höchst anspruchsvoll. Gerade das macht aber den besonderen Reiz aus. Dennoch ist diese Sammlung nichts, was man mal eben in einem Rutsch durchhört. Hier heißt es, sich Zeit zu nehmen, um reflektieren zu können.

Wie einleitend erwähnt, sind die meisten Geschichten in Hörspielform umgesetzt. Dazu hat man eine Reihe prominenter Sprecher gewinnen können. Unter anderem sprechen hier Oliver Rohrbeck, Jens Wawcrzeck, Friedrich Schönfelder, Christian Schult, Regina Lemnitz und Till Hagen. Diesen Profis merkt man an, dass sie keine Probleme haben auch diese schwierigen Rollen zu meistern. Da können nicht immer alle anderen Sprecher mithalten, liefern jedoch trotzdem recht überzeugende Darbietungen ab. Aufgrund der hohen Zahl an verschiedenen Geschichten, kommt es immer wieder zu Wiederholungen bei der Besetzung, doch das fällt kaum weiter auf. Dazu stellt jede Erzählung viel zu unterschiedliche Anforderungen an die Sprecher.

Untermalt wird das ganze erneut mit stimmungsvollen, sehr dunkel gehaltenen Klängen, so dass man das gelungene Bild damit noch weiter abrunden kann.
Einzig eine gesungen vorgetragene Geschichte war mir persönlich dann doch etwas zu experimentell und wollte mir nicht wirklich gefallen.

Fazit: Erneut eine ansprechend inszenierte, anspruchsvolle Sammlung surrealer Kurzgeschichten von Michael Ende. Am meisten haben mich die Geschichten rund um den Bordellpalast, das Klassenzimmer, in dem es unaufhörlich regnet sowie die Geschichte um das Kostüm des Schauspielers überzeugt.

Note 2


4


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Sprecher

SprecherRolle
Nicole Heesters Dame (Die Dame)
Friedrich Schoenfelder Alter (Die Dame)
Marius Krügel Junge (Die Dame)
Hannah Krügel Mädchen (Die Dame)
Klaus Ude Kutscher (Die Dame)
Leslie Malton Erzählerin (Der marmorbleiche Engel)
Regina Lemnitz Anwältin (Der marmorbleiche Engel)
Till Hagen Staatsanwalt (Der marmorbleiche Engel)
Frank Glaubrecht Halber (Die Brücke)
Wulf Mey Einseitiger (Die Brücke)
Karin Buchholz Erzählerin (Der Bodellpalast)
Manfred Lehmann Bettelkönig (Der Bodellpalast)
Annelie Krügel Hurenkönigin (Der Bodellpalast)
Klaus Ude Diener (Der Bodellpalast)
Detlef Tams Assistenzarzt (Dem jungen Arzt war gestattet worden)
Annelie Krügel Fette Person (Dem jungen Arzt war gestattet worden)
Gunter Gabriel Erzähler (Nach Bureauschluss)
Oliver Rohrbeck Erzähler (Der Weltreisende beschloss seine Wanderung)
Gunter Gabriel Weltreisender (Der Weltreisende beschloss seine Wanderung)
Rubina Kuraoka Mädchen (Der Weltreisende beschloss seine Wanderung)
Helmut Krauss Erzähler (An diesem Abend konnte der alte Seefahrer)
Klaus Dittmann Seefahrer (An diesem Abend konnte der alte Seefahrer)
Jens Wawrczeck Seiltänzer (An diesem Abend konnte der alte Seefahrer)
Till Hagen Erzähler (Das Feuer wurde von Neuem eröffnet)
Erich Räuker Diktator (Das Feuer wurde von Neuem eröffnet)
Gilla Cremer Geistliche (Das Feuer wurde von Neuem eröffnet)
Klaus Ude Musik (Moordunkel)
Annelie Krügel Gesang (Moordunkel)
Gudrun Landgrebe Erzählerin (Im Klassenzimmer)
Detlef Tams Assistenzarzt (Im Klassenzimmer)
Hans-Jürgen Wolf Beamter (Im Klassenzimmer)
Milena Pieper Braut (Im Klassenzimmer)
Annelie Krügel Fette Person (Im Klassenzimmer)
Jens Wawrczeck Seiltänzer (Im Klassenzimmer)
Konrad Bösherz Jüngling (Das Innere eines Gesichtes)
Oliver Rohrbeck Engeljäger (Das Innere eines Gesichtes)
Annelie Krügel Frau (Das Innere eines Gesichtes)
Hans-Jürgen Wolf Beamter (Das Innere eines Gesichtes)
Carlo von Tiedemann Moderator (Im Korridor der Schauspieler)
Friedrich Schoenfelder Schauspieler (Im Korridor der Schauspieler)
Wulf Mey Advokat (Der Zeuge gibt an)
Klaus Ude Schreiber (Der Zeuge gibt an)
Christian Schult Erzähler (Mann und Frau)
Heinz Hoenig Mann (Mann und Frau)
Simone Rethel Frau (Mann und Frau)
Peter Hawig Kollege (Mann und Frau)
Peter Hawig Kritiker (Mann und Frau)
Nicole Heesters Erzählerin (Über die weite graue Fläche des Himmels)
Steffen Thamm Sprecher der Rollen und Darsteller


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages-Saxler (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 03.01.2012 14:50:55 Uhr
Bewertung: 14 / 15

Was spiegelt sich in einem Spiegel, der sich in einem Spiegel spiegelt?Eine verwirrend klingende Frage auf die man wohl keine greifbare Antwort erhalten kann und gleichzeitig das Konzept welches hinter Michael Endes Kurzgeschichtensammlung "Spiegel im Spiegel: Ein Labyrinth" aus dem Jahr 1983 steht. Selbige wurde nun von Mediabühne Hamburg in Hörspielform umgesetzt und veröffentlicht bei Steinbach Sprechende Bücher in zwei Staffeln zu je zwei CDs.Michael Ende dürfte den meisten als Autor der "unendlichen Geschichte", "Momo" oder dem "Wunschpunsch" ein Begriff sein. Voller Fantasie schickt er hier vornehmlich junge Leser auf Reisen in andere Welten. Diese Werke bewegen sich dabei fernab der ausgetretenen Pfade des Genres "Fantasy" welches heute maßgeblich durch das Werk Tolkiens beeinflusst ist. Wichtig dabei ist auch, dass er immer wieder in seinen Geschichten zu realen Situationen zurück findet. Mit "Spiegel im Spiegel" ging er allerdings noch einen Schritt weiter als in seinen bekanntesten Werken.Inspiriert durch surrealistische Gemälde seines Vaters Edgar schuf Ende 30 Visionen/Traumbilder in denen er laut eigener Aussage nicht einfach die Bilder beschreibt, sondern deren hintergründigen Inhalt in Texte auf- und umarbeitet. "Was spiegelt sich in einem Spiegel, der sich in einem Spiegel spiegelt?", mit dieser Kernfrage befasst sich das Werk. Obwohl die Geschichten jeweils eigene Hauptfiguren besitzen und inhaltlich breit gefächert sind lässt sich ein loser Zusammenhang erkennen. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit Themen wie Anfang, Ende, Liebe, Gesellschaft, Erwachsenwerden, Veränderungen und sonstigen Fragen über das Leben. Die Tatsache, dass man beim Hören nie weiß was man als nächstes erwarten kann hält die Spannung enorm hoch. Denn hört man beispielsweise gerade noch eine relativ greifbare Geschichte über einen wartenden Schauspieler hinter dem Bühnenvorhang, kann man danach schon lauschen, wie Michael Ende das Abbrennen eines Feuers als eine Fest tänzelnder Flamme schildert. Oder wird zB der Bau einer Brücke beschrieben, wobei sich das Volk gar nicht sicher ist, ob es eine andere Seite gibt, mit der man diese Brücke erreichen könnte. Wieder in einer anderen Episode versucht ein Bräutigam seine Braut zu erreichen um sie zu heiraten. Der vermeintlich kürzeste Weg entpuppt sich als schier endlose Wüste und bis zu seinem Eintreffen ist der Bräutigam so weit gealtert, dass er kurz vor seinem Tode steht.Antworten auf die aufgeworfenen Fragen und angerissenen Situationen liefert der Autor nicht. Ziel ist die Beschäftigung des Hörers mit den Fragen. Obwohl die geschilderten Situationen so surreal und abstrus sind, driften sie nicht zu stark in die abstrakte Kunst ab. Dies könnte beim Hörer zu Abstoßung führen, aber die Geschichten behalten Ihre Greifbarkeit dadurch, dass man die Themen in alltagsnahe und jedem bekannte Situationen verpackt. Wenn diese so bunt und abwechslungsreich wie hier geschildert werden ist dies eine echte Freude. Die Hörspiele fordern und fördern, regen zum Nachdenken über Fragen an, die man sich wohl sonst nicht gestellt hätte.Die Umsetzung zum Hörstoff ist dabei hervorragend gelungen. Je nach Vorlage gibt es überwiegend Hörspiele mit mehr oder minder intensivem Erzähleranteil oder reine Lesungen. Die deutsche Sprecher-Prominenz gibt sich dabei die Klinke in die Hand und liefert durch die Bank gute bis sehr gute Interpretationen. Um ein paar Namen zu nennen: Mario Adorf, Gudrun Landgrebe, Oliver Rohrbeck, Manfred Lehmann, Heinz Hoenig, Jens Wawrczeck, Joachim Kerzel, Tobias Meister, Uwe Friedrichsen und viele mehr. Kleine Highlights für mich sind Frank Glaubrecht als Erzähler, den ich sonst nur aus gespielten Rollen kenne und Gunter Gabriel, den ich in Zukunft sehr gerne öfter in Hörspielen hören würde. Eine echte Entdeckung!Um der Sahnehaube noch die Kirsche aufzusetzen, bleibt man nicht nur bei Themen- und Sprecherwahl abwechslungsreich, sondern bietet musikalisch individuell angepasste Stücke. Maßgeschneidert und nie störend, ich wüsste nicht wie man es hätte besser machen können.Ich rate dazu nicht zu viele Geschichten auf einen Schlag hintereinander zu hören, sondern sich nach und nach mit den einzelnen Kurzhörspielen auseinanderzusetzen. Wer sich die Zeit und Ruhe nimmt diese Hörspiele zu genießen wird inhaltlich wie technisch mit einer hervorragenden Produktionen belohnt. Fantasievolle Geschichten zu philosophischen Fragen - Surrealismus der den Bogen zum Alltag spannt. Von mir eine klare Empfehlung!
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