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» Gruselkabinett » 025) Der Fall Charles Dexter Ward (Teil 2)
Cover - Der Fall Charles Dexter Ward (Teil 2)

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Durchschnitts-Kurzwertung:

10 / 15

» Providence 1928<br /><br />

Das Verhalten von Charles Dexter Ward lässt seine Eltern immer mehr an der geistigen Gesundheit ihres Sohnes zweifeln. Schließlich ist die Atmosphäre in dem stattlichen Herrenhaus derart vergiftet, dass man dort beinah froh über den Auszug von Charles ist. Als neue Bleibe hat er sich einen Bungalow gewählt, der sich in der Nähe der Besitzung seines Vorfahren Joseph Curwen befindet. Curwen stand im 18. Jahrhundert im Verdacht, ein mächtiger Hexenmeister zu seinÂ…
» Produktion: Marc Gruppe und Stephan Bosenius
» Regie: Marc Gruppe und Stephan Bosenius
» Buch/Script: H. P. Lovecraft
» ISBN: 9783785735503

» VÖ: 2008-04-15
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (025) Der Fall Charles Dexter Ward (Teil 2)Die Nacht des 13. April 1771 soll eine denkwürdige sein und ihre Schatten noch weit in die ferne Zukunft werfen. Und in genau jener beginnt unser Hörspiel. Allerlei unheivolle Andeutungen empfangen den Hörer, der genüßlich die dargebotenen bedeutungsschwangeren Wortfetzen aufzusaugen beginnt. Etwas schauerliches spielt sich hinter den Mauern des Bauernhofes ab. Doch das soll nun sein Ende finden. Ein Ende, das weniger endgültig ist, als es manchem lieb sein kann. Noch aber kann man nur erahnen, dass weitaus mehr geschehen wird und dies alles nur der Auftakt zu neuerlichem Schrecken sein wird.
Unheimlich sind die Überblendungen, die uns schließlich in die Gegenwart des Jahres 1928 führen, als ein junger Mann namens Charles Dexter Ward in einer psychatrischen Anstalt einsitzt. Besuch erhält er von seinem Hausarzt Dr. Marinus B. Willet. Kurz darauf ist Charles spurlos verschwunden. Die Rätsel häufen sich.
Dieser geheimnisvolle Beginn, dessen genaue Hintergründe erst im folgenden - von seinen harmlos scheinenden Anfängen bis zum grausamen Ende - geschildert werden soll, hält den Hörer ohne größere Probleme bei der Stange. Man MUSS wissen, was hier tatsächlich vor sich gegangen ist.
Nach diesem Start mit einigen Sprüngen und der Einführung verschiedenster Zeitebenen beginnt das Tempo gemächlicher zu werden. Vieles ist von ausführlichen Dialogen voller Berichte und Erzählungen bestimmt, welche vielfach statt einer direkten Handlung stehen. Angesichts dessen mag man sich vielleicht nach der tatsächlichen Notwendigkeit fragen die Geschichte so ausführlich über zwei CDs und eine Laufzeit von 137 Minuten hinweg zu schildern. Auch wenn sich mancherlei vielleicht im ersten Moment etwas dahinziehen mag und man sich wünscht endlich mehr über den Kern der Sache zu erfahren, so ist dieses Vorgehen der Spannung alles andere als abträglich. Gewisse Ahnungen schleichen sich ein, doch man wird ein ums andere Mal überrascht.
Die lange Spieldauer ist letztlich essentiell, um der Komplexität der Geschichte den fruchtbaren Boden zu bieten, auf welcher sich diese langsam aber stetig entwickeln kann. Geschickter wäre es allerdings gewesen noch etwas mehr auf direkte Rückblenden zu setzen.

Obgleich man bei der Umarbeitung ins Hörspieldrehbuch nicht ganz das Optimum herausgeholt hat und sich so die ein um die andere Länge einzuschleichen versucht, so trat meinerseits doch zu keinem Zeitpunkt wirkliche Langweile ein. Dafür mögen letztlich noch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle gespielt haben. So die sehr einnehmende Sprech- und Erzählleistung eines Ernst Meincke - vielen aus dem Bereich Hörspiel sicherlich als Mr. Bakerman (Gabriel Burns) im Ohr. Elegant spielen sich genauso beide Elternteile der titelgebenden Hauptfigur ins Ohr: Hans-Werner Bussinger als besorgter Vater und Cornelia Meinhardt als Emma Ward, die mit dem Fortschreiten der Handlung dem Nervenzusammenbruch immer näher kommt. Last but not least ist da natürlich Dexter Ward himself, stark verkörpert durch Frank Schaff.

Der erste wirkliche inhaltliche Höhepunkt tritt erst recht spät mit der Erkundung des Labors in Erscheinung. Der zweite folgt quasi unmittelbar und sorgt für ein Finale, wie ich es mir erhofft hatte.

Erwähnenswert ist einmal mehr die exzellente Aufarbeitung des Hörspiels mit Musik, Geräuschen und Effekten. Die Jungs um Titania Medien verstehen ihr Handwerk absolut.

Fazit: Hier hat man sich einen sehr schönen Stoff ausgesucht, dessen Transkription ins Hörspiel sicherlich eine alles andere als leichte Angelegenheit gewesen sein dürfte. Insgesamt hat man sehr gut gearbeitet, Verbesserungsmöglichkeiten ergeben sich an einigen Stellen aber dennoch. Mit der gewohnt starken Umsetzung weiß man über derlei Schwächen aber gut hinwegzutäuschen. Alles in allem bleibt ein weiterer sehr gelungener Eintrag in die Reihe des Gruselkabinetts.

Note 1-


4


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Sprecher

SprecherRolle
Ernst Meincke Dr. Marinus B. Willet
Hans-Werner Bussinger Theodore Howland Ward
Frank Schaff Charles Dexter Ward / Joseph Curwen
Cornelia Meinhardt Emma Ward
Torsten Michaelis Tony Gomes


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 03.12.2010 10:52:02 Uhr
Bewertung: 10 / 15

Ich muss ehrlich sagen, mich konnte die Folge nicht so recht begeistern. Der Einstieg gestaltet sich dabei noch sehr interessant, denn Spr&uuml;nge in verschiedenen Zeiten fordern Aufmerksamkeit im richtigen Ma&szlig;. Was dann folgt ist eine Abhandlung. Dr. Willet rekonstruiert zusammen mit den Eltern Wards die Hisotrie der Familie undzwar in einem Gespr&auml;ch. EInem langen Gespr&auml;ch, welches man auch wie die vorherigen Szenen wieder in H&ouml;rspielform h&auml;tte erz&auml;hlen k&ouml;nnen. So nimmt dieser Part zwar auf der einen Seite die Gefahr, dass man sich in Wirren verschiedener Zeit- und Erz&auml;hlebenen verstrickt, b&uuml;gelt aber auf der anderen Seite die Komplexit&auml;t und Spannung die man durch diese erzeugen k&ouml;nnte komplett raus. Somit d&uuml;rfte das Ergebnis eing&auml;ngiger aber eben auch langweiliger geworden sein. Und dieser Part zieht sich schon gewaltig. Viel schlimmer wiegt jedoch, dass man mit der ersten Szene, in der man den zur&uuml;ckliegenden Tod Curwens darstellt, schon viel zu viel offenbart. Die anschlie&szlig;enden Entwicklungen h&auml;tten so viel interessanter und spannender werden k&ouml;nnen, h&auml;&auml;te man auf diese Szene verzichtet oder sie anders eingebunden, schade.
Wirklich spannend wird es gegen Ende der zweiten CD, als Willet und Wards Vater eine H&ouml;lenerkundung unternehmen. Da stimmt die Atmo, getr&uuml;bt wird der H&ouml;reindruck dennoch, wenn Hans Werner Bussinger immer wieder in unsinnigen Dialogzeilen seinem Begleiter die Ausstattung jedes Raumes haarklein schildert. Zumal Willert auch h&auml;ufiger als Ich-Erz&auml;hler autritt, h&auml;tten diese Beschreibungen doch gerne ab und an von ihm &uuml;bernommen werden k&ouml;nnen.
Trotz dieser (in meinen Ohren) Schw&auml;chen z&auml;hlt die Geschichte f&uuml;r mich zu einer der besten aus dem Kabinett, schade dass mich die Umsetzung nicht ganz &uuml;berzeugen konnte.
Durchschnittliche Userwertung: 10 | User-Top-Liste

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