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» Batman - Gotham Knight » 001) Der Mann in Schwarz
Cover - Der Mann in Schwarz

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» Immer wieder verschwinden Menschen in Gotham City und werden als brutal verstummelte Leichen an das Flussufer des Gotham Rivers gespult. Wer richtet die Opfer so zu? Macht ein verruckter Serienkiller die Stadt unsicher? Doch bevor Batman diesen Fall genauer unter die Lupe nehmen kann, betritt der geheimnisvolle Mann in Schwarz die Szene und begeht einen spektakularen Raububerfall auf der Touristenplattform des Aparo-Towers. Batman muss eingreifen!
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2013-09-13
» eine Produktion von Highscore MusicWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Batman - Gotham Knight (001) Der Mann in SchwarzHeiß. Ich denke es ist gerechtfertigt, diesen Begriff für die neueste Lizenz zu benutzen, die sich Highscore Music da geangelt hat. Schon länger vorher hat man die Fans mit wenigen Infobrocken anzuheizen versucht, was ja in den verschiedenen Hörspielforen ziemlich gut funktioniert hat. Nun ist er also endlich da: der neue Batman – wahlweise auf dem Silberling oder als Bit-und-Byte-Version.

Ja, Batman. Da fallen den meisten zunächst einmal vor allem die Dark Knight Filme ein. Und genau diese drei Filme haben auch das Bild von Batman in meinem Kopf deutlich geprägt. Ein düsterer, ernster Batman, der nicht gar so sehr auf die Comic-Schiene abdriftet wie es die älteren Verfilmungen getan haben. Dazu tolle Bilder, großartige Schauspieler und nicht zuletzt auch Synchronstimmen.
Warum erzähle ich das hier eigentlich alles überhaupt? Es geht doch hier gar nicht um die Filme, sondern um die Hörspiele.
Das ist richtig. Und dennoch, gäbe es die Filme nicht, die Erwartungshaltung an die Hörspiele wäre doch eine deutlich schwammigere. So aber bleibt es nicht außen vor, dass man die entsprechenden Stimmen, die Bilder noch deutlich im Kopf hat.
Patrick Holtheuer – einer der Verantwortlichen hinter den Hörspielen – hatte schon von Anfang an deutlich gemacht, dass man mit den Hörspielen eine andere Richtung als bei den Filmen einschlagen möchte. Und das ist eine nachvollziehbare Entscheidung, verhindert aber nicht, dass man letztlich doch irgendwo an den Filmen gemessen wird. Denn zumindest ich bin nicht der große Comic/Buchleser, der diese entsprechend als Referenz heranziehen wird.

Nun, denn, genug der Vorrede. Schauen wir uns mal an, was Highscore Music aus Batman gemacht hat. Zumindest in diesem ersten Teil des Hörspiel-Dreiteilers.

Ein ganz normaler Morgen ist es in Gotham City. Eine junge Frau schlendert durch einen Park und stößt dabei auf eine Leiche. Wie gesagt, ein ganz normaler Morgen. In der Stadt macht das Gerücht von Krokodilen im Kanal die Runde. Doch Batman hat keine Zeit, sich um dieses Problem zu kümmern. Denn der Mann in Schwarz lässt es ordentlich krachen – im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch in seinem Real-Life als Bruce Wayne muss er so einigen Verpflichtungen nachgehen...

Wie gesagt hat man sich von den Filmen auch bei der Wahl der Sprecher gelöst. Die einzige Stimme, die den Hörern bekannt vorkommen dürfte, ist diejenige von Jürgen Thormann als Alfred. Batman und damit auch Bruce Wayne werden von Sascha Rotermund gesprochen. Wer also noch David Nathan im Kopf hat, muss sich zunächst etwas umgewöhnen. Dass gelingt bei Bruce Wayne ziemlich gut, während dies bei Batman nur zum Teil der Fall ist. Dies liegt vor allem daran, dass man ihn zu oft in eine Erzählerrolle drängt, die aber nie wirklich konsequent durchgehalten wird. Man hat zwar eigentlich einen Erzähler zur Verfügung, nämlich Gordon Piedesack, aber das scheint hier nicht auszureichen. Zugegebenermaßen ist es sehr schwierig Batman gänzlich ohne Bilder auskommen zu lassen. Problematisch ist aber, dass hier einiges über Selbstgespräche bzw. Gedanken der Protagonisten gelöst wird. Das funktioniert aber mehr schlecht als recht. Gerade bei Batman kann man sich manchmal nie sicher sein, ob er sich jetzt gerade in einer eher passiven, grüblerischen Phase befindet, oder aber ob er in einen Dialog mit seinem Gegenüber tritt. Dies ist mir nicht nur bei dem ersten Gespräch mit Commisioner Gordon aufgefallen, sondern auch wenn Batman allein in der Stadt unterwegs ist, und sich Alfred wie aus dem Nichts zwischendurch immer mal wieder über Funk auf Batmans Texte reagiert. Das ist alles andere als stringent. Und leider wirkt auch Erzähler Piedesack oftmals eine Spur zu monoton. Damit ist bereits eines der größeren Probleme dieses Hörspiels benannt. Und leider ist es nicht das einzige. Obwohl die Umsetzung mit schnellen Schnitten und Schauplatzwechsel actionreich und lebendig bleibt, fehlt es der Geschichte an einem überzeugenden Spannungsbogen. Klar, nett anzuhören ist es schon, wenn sich Batman hier durch Gotham schwingt und prügelt, aber es ist dann doch etwas bezeichnend, wenn die Hintergrundstory rund um die beiden ermittelnden Officer spannender ausfällt.

Leider fallen auch ein paar der kleinen weiblichen Nebenrollen negativ auf. Die junge Frau (oder soll es etwas ein Kind gewesen sein?), die vom Mann in Schwarz kurzzeitig gekidnappt wird und danach fröhlich ein Liedchen anstimmend davon spaziert, kann man ja nur schwerlich ernst nehmen. Und auch der Dialogtext der Frau, die über die erste Leiche an diesem Tag stolpert, welcher schließlich in einem spitzen Schrei mündet, ist ein gut gemeinter, aber nicht richtig geglückter Moment.

Hinsichtlich der Effekte muss sich das Hörspiel keineswegs verstecken. Im Gegenteil hätte man diese gar noch etwas mehr für sich sprechen lassen können. Klar, das klappt auch nicht immer, aber mit etwas Geschick kann man auf den Erzähler auch mal verzichten.

Die Musik in den actionreichen Szenen gefällt, während sie in den ruhigen Szenen oftmals eher fehl am Platz wirkt. Gerade das Stück, das man auch während des ersten Gesprächs zwischen Batman und Gordon hört, erinnert mich eher an die Dreamland-Grusel-Reihe und passt bei Batman meiner Meinung nach gar nicht rein.
Wirklich gefallen hat mir dagegen die Darstellung des Arcum Asylum. Hier spürt man die Bedrohlichkeit des Ortes wahrhaftig.
Insgesamt ist die Hintergrunduntermalung sehr präsent, was grundsätzlich nicht verkehrt ist, allerdings lässt man damit nur wenig Raum für ganz gezielte Akzente.

Ob man den Mann in Schwarz nochmals zu hören bekommt? Man weiß es nicht. Eines steht aber fest: Lutz Mackensy füllt die Rolle des durchgedrehten Schurken allemal wunderbar aus. Mal sehen, wie sich die Gegenspieler in den nächsten Hörspielen schlagen werden.

Fazit: Das Hörspiel bietet gewiss ein ordentliches Actionspektakel, doch meine persönlichen Erwartungen, die gewiss auch von den düsteren Dark Knight Filmen geprägt sind, hat man nicht wirklich erfüllen können. Und das liegt keineswegs daran, dass man nicht die „Original“-Stimmen und -Musik verwendet hat, sondern vielmehr an der Art, wie man das Drehbuch anlegt. Ganz klar: Batman ohne Bilder zu erzählen ist nicht leicht. Aber der Weg hier trifft nicht so ganz das, was ich mir vorstelle.

Note 4+


2


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Sprecher

SprecherRolle
Gordon Piedesack Erzähler
Sascha Rotermund Bruce Wayne / Batman
Reent Reins Commissioner James Gordon
Jürgen Thormann Alfred Pennyworth
Friederike Solak Melissa Delridge
Tim Kreuer Dander
Alexander Turrek Tourist
Kerstin Draeger Touristin
Lutz Mackensy Der Mann in Schwarz (Jacob Feely)
Philine Peters-Arnolds Teresa Williams
Peter Weis Kardinal O´Fallon
Rüdiger Schulzki Ronald Marshall
Jan-David Rönfeldt Detective Crispus Allen


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