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» Hörbuch » 000) Choral des Todes
Cover - Choral des Todes

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» Ein markerschütternder Schrei hallt durch die Kirche, ein Todesschrei. Lionel, Polizist im Ruhestand und zufällig vor Ort, will zu Hilfe eilen und kommt Sekunden zu spät. Der Mann auf der Empore ist bereits tot, seinen Kopf umgibt eine dunkle Blutlache wie ein Heiligenschein. Etwas an dem Toten und seinem Sterben fasziniert Kasdan. Er muss den Mord einfach untersuchen und entdeckt ein grauenvolles Geheimnis: Unschuldig wirkende Kinder sind der Schlüssel, und sie sind keinesfalls Engel, sondern die Ausgeburt des Bösen.
» Buch/Script: Jean-Christophe Grangé
» Umfang (CDs): 6
» ISBN: 9783785741511

» VÖ: 2009-10-09
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Hörbuch (000) Choral des TodesEs ist kurz vor Weihnachten, als der Armenier Ohrenzeuge einer tückischen Mordtat wird. In einer Kirche wird der Chorleiter auf höchst ungewöhnliche Art und Weise getötet. Der Armenier heißt Kasdan und war vor seiner Pensionierung Polizist. Und irgendetwas an diesem Mordfall rührt in ihm und lässt ihn nicht zur Ruhe kommen, so dass ihm eigentlich gar nichts anderes übrig bleibt, als sich in die Ermittlungen zu mischen.
Und es gibt noch einen weiteren Polizisten, der sich trotz fehlender Zuständigkeit für diesen mysteriösen Todesfall interessiert. Schon bald stoßen die Männer auf höchst undurchsichtige Spuren. Und es soll nicht lange dauern, bis ein weiteres Leben erlischt...

Was bei Grangé anfangs wie ein völlig normaler Mord aussieht, ist in den seltensten Fällen ein solcher. Wie gewohnt wird die Geschichte innerhalb kürzester Zeit enorm komplex und man meint sich förmlich in der Vielzahl an unterschiedlichen Spuren und Hinweisen zu verheddern und nie wieder einen Weg aus diesem Spinnennetz aus falschen Fährten, Wahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen zu finden. Die schier unglaubliche Zahl an verschiedenartigen Elementen und Motiven - die Musik, die chilenische Vergangenheit des Opfers, Spuren in die NS-Zeit, Folter und kindliche Unschuld - machen es einem nur noch schwerer. Nicht ganz einfach ist es zudem bei der hohen Zahl an - oftmals französischen Namen - den Überblick zu behalten. Das Hörbuch verlangt also einen hohen Grad an Konzentration.

Diese aufzubringen fällt jedoch nicht schwer, da es einen förmlich in die höchst mysteriöse Geschichte hineinzieht. Im gleichen Maße wie die Spuren vielfältig sind, ist es auch der Ablauf der Geschichte. Grangé scheint hier kaum etwas an menschlichen Abgründen auslassen zu wollen.
Wer bereits Geschichten wie beispielsweise "Der Flug der Störche" von Grangé kennen sollte, der weiß, wie sehr es dieser versteht, diese Grausamkeiten lebendig werden zu lassen. Und bei "Choral des Todes" überschreitet er Grenzen, was besonders für zartere Gemüter unerträglich sein und auch dem Rest ziemlich an die Nieren gehen dürfte. Auch wenn es anfangs noch gar nicht so sehr danach aussieht, diese Geschichte ist streckenweise extrem harter Tobak.

Bei der vorherrschenden Komplexität der Geschichte fällt es gar nicht so sehr auf, dass manche Wege und Zusammenhänge etwas sehr konstruiert und teils auch unrealistisch erscheinen. Als Hörer ist man viel zu sehr darauf konzentriert, nicht den Überblick zu verlieren. Auch die Auflösung der Tötungsmethode wirkt innerhalb der Geschichte zwar stimmig, aber nicht allzu realistisch und bekommt damit einen etwas eigenwilligen Touch.

Wolfgang Pampel tritt hier gewissermaßen als Ersatz für Joachim Kerzel auf. Wer Pampel schon aus anderen Lesungen kennt, wird nicht lange brauchen, sich "umzugewöhnen". Denn Pampel macht seine Sache sehr überzeugend, erzählt mit viel Einsatz und lässt die Geschichte damit sehr lebendig werden. Ich bin durchaus geneigt von einer Joachim Kerzel gleichwertigen Darbietung zu sprechen.

Wie gewohnt wird die Lesung mit Musik inszeniert - größtenteils die bekannten Klänge aus vorherigen Hörbüchern, teils aber auch sehr stimmige neue Stücke. Zudem werden immer wieder - wenn auch unregelmäßig - Geräusche eingemischt. Dazu gibt es auch noch einige interessante Regiekniffe, beispielsweise die Art der Einbindung der Tonbandaufzeichnung.
Dies alles sorgt dafür, dass die Lesung nochmals ein ganzes Stück mitreißender ausfällt.

Fazit: Die Geschichte zieht einen nach einer etwas schwierigen Anfangsphase bald in ihren Bann. Der Härtegrad ist hier schon enorm - teils sogar zu viel der Grausamkeiten. Wolfgang Pampel gelingt es der Lesung einen ähnlich starken Stempel aufzudrücken wie Joachim Kerzel. Eine beeindruckende und aufgrund des vorliegenden Textes nicht immer einfache zu absolvierende Leistung.
Trotz mancher Story-Schwächen wieder ein sehr fesselnder Grangé.

Note 2


4


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Sprecher

SprecherRolle
Wolfgang Pampel Erzähler


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