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» Hörbuch » 000) Die dreizehnte Stunde
Cover - Die dreizehnte Stunde

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» Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man hält ihn für den Täter. Doch er ist unschuldig. Ihr Tod ist mit einem Flugzeugabsturz verbunden – denn eigentlich sollte Nicholas’ Frau an Bord dieser Maschine sein. Doch aus irgendeinem Grund hat sie die Maschine in letzter Minute verlassen. Dann betritt ein Fremder das Verhörzimmer und überreicht Nicholas eine goldene Uhr. „Ihre Frau ist nicht tot. Sie lebt noch. Und mit dieser Uhr können Sie sie retten.“
» Buch/Script: Richard Doetsch
» Umfang (CDs): 6
» Dauer: 452 Minuten
» ISBN: 9783785742815

» VÖ: 2010-05-29
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Hörbuch (000) Die dreizehnte StundeNick sieht sich in der verzweifeltsten Lage seines Lebens. Seine Frau ist tot und er ist unter Mordverdacht geraten. Da tritt ein Mann an ihn heran - mit einer etwas merkwürdigen Taschenuhr und einer Botschaft, die Nick im ersten Moment kaum für voll zu nehmen vermag. Dann überschlagen sich die Ereignisse und Nick bleibt nichts anderes als blindes Vertrauen in eben diese eine Möglichkeit, um seine Frau vor dem sicher geglaubten Tod zu retten.

Zu Anfang bezieht die Geschichte ihre Spannung vor allem daraus, dass man eigentlich überhaupt nicht so recht weiß, was eigentlich genau passiert ist. Man wird als Hörer regelrecht mit den Ereignissen auf dem Polizeirevier überrumpelt. Inwieweit werden die physikalischen Gegebenheiten der Realität, die in den allerersten Minuten ganz eindeutig noch vorherrschen, hier ausgedehnt?

Richard Doetsch schafft mit "Die 13. Stunde" einen Thriller mit einer sehr ungewöhnlichen und sehr spannenden Idee, die allerdings auch mit vielen Tücken und Gefahren in Hinblick auf Logiklöcher umgehen muss. Das Thema Zeitreisen und -sprünge wurde schon von vielen Leuten angepackt, in der hier dargebotenen Weise ist es mir allerdings noch nicht untergekommen.

Stunde um Stunde springt Nick in der Zeit zurück, um das Leben seiner Frau zu retten. So erfährt man auch als Hörer erst nach und nach mehr über die Hintergründe, die zum Mord geführt haben. Dabei versteht es der Autor gerade in der ersten Hälfte blendend, die Details so zu enthüllen, dass man als Hörer mit jedem neuen Informationsfetzen nur noch gebannter lauscht.

Nach jedem neuen Zeitsprung werden die Karten neu gemischt - mit möglicherweise ganz neuen Auswirkungen auf die bereits vergangenen zukünftigen Geschehnisse. Alles wirkt sich auf die Zukunft aus - doch mit jedem Sprung zurück, müsste es zwangsläufig aufgrund der dort geschehenen Ereignisse schon wieder ganz anders ausgesehen haben oder aber es würde eine Vielzahl an Parallelzeitverläufen geschaffen.
Wirklich Sinn macht somit nur die letztgenannte Erklärung - wobei man sich dann natürlich fragen könnte, ob es nicht letztlich egal wäre, was Nick in der gesamten Zwischenzeit unternimmt, solange er in der letzten Stunde dafür sorgt, dass Julia am Leben bleibt und sich alles andere, was zu deren Tod führt gar nicht erst ereignet?
Um das verhindern zu können, muss er zunächst einmal wissen, was überhaupt vor sich geht - und genau darauf stützt sich das ganze Erzählgerüst. Letztlich wirkt sich aber nur das aus, was er in der 13. Stunde unternimmt - sofern er die Taschenuhr nicht schon vorher freigibt.

Später, wenn das Hauptgeheimnis einmal gelüftet ist, kommt es zu diversen Wiederholungen, die den Fluss der Geschichte zunehmend ausbremsen. Zudem wird die anfangs ganz auf Nick verharrende Perspektive zunehmend erweitert, um die Story in all ihren Facetten erzählen zu können, was aber gar nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Es bleibt zwar bis zur letzten Minute mitreißend, anfangs jedoch noch deutlich mehr als später.
Leser dieser Erzählung ist Matthias Koeberlin, der einen recht ruhigen Ton anschlägt, was jedoch nicht bedeutet, dass er beim Schlüpfen in die einzelnen Charaktere nicht auch deren ganzes emotionales Spektrum abrufen könnte. Als ausgebildeter Schauspieler ist das eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenngleich ich mich anfangs erst etwas an seinen ruhigen Stil gewöhnen musste, so hat sich dieser insgesamt als sehr angenehm erwiesen.

Fazit: Richard Doetsch legt mit "Die 13. Stunde" einen ungewöhnlichen Thriller mit übernatürlicher Komponente vor. Jene steht dabei im Kern des Ganzen und ohne hätte es diese Geschichte so nicht gegeben. Wer also mit solchen Elementen schon grundsätzlich Probleme hat und lieber völlig realistische Krimithriller hört, der sieht sich besser nach Alternativen um. Alle anderen dürften hier jedoch allemal auf ihre Kosten kommen.

Note 2+


4


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