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Cover - Das Imperium der Wölfe

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- / 15

» Als im Pariser Türkenviertel drei unglaublich grausame Morde an rothaarigen Frauen geschehen, tritt Inspektor Paul auf den Plan. Was zunächst wie die Tat eines wahnsinnigen Serienmörders wirkt, steht schon bald in Zusammenhang mit der türkischen Mafia. Bei den Opfern handelt es sich offenbar um »Fehlgriffe«. Denn es ist eine ganz bestimmte Frau, auf die es der Mörder abgesehen hat ...
» Produktion: Marc Sieper
» Regie: Kati Schaefer
» Musik: Dennis Kassel, Dicky Hank
» Buch/Script: Jean-Christophe Grangé

» VÖ: 2008-05-13
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Hörbuch (000) Das Imperium der WölfeWer die beiden Hörbücher "Der Flug der Störche" und "Das Herz der Hölle" kennt, der dürfte an "Das Imperium der Wölfe" mit einer recht bestimmten Erwartungshaltung herangehen. Ein weiterer Thriller aus der Feder von Jean Christophe-Grangé, gelesen wiederum von Joachim Kerzel, der schon bei den beiden Vorgängern mit einer exzellenten Leistung brillierte und dem dies auch hier schon fast mühelos gelingt.

Ganz so stark wie die beiden eben genannten Titel kommt "Das Imperium der Wölfe" aber leider dennoch nicht daher. Die Geschichte startet von zweiadrig, und läuft mehr und mehr zu einem großen Gemeinsamen zusammen. Grangé hat ein unglaubliches Talent den Hörer immer wieder mit neuen Überraschungen und Wendungen zu bombadieren und auf grandiose Weise ein ständiges Gefühl der Ungewissheit zu schaffen, dass erst dann schwindet, wenn man des Rätsels Lösung einmal kennt.
Dies geschieht auch beim Blickwinkel auf Anna Aimes, die Probleme mit ihrem Gedächtnis zu haben scheint. Grangé taucht in die Figur ein und schildert sämtliche Gegebenheiten aus ihrer Sicht. Ein genialer Schachzug - denn so vertraut er dem Hörer eine Figur an, bei der man nie so genau weiß, ob man deren Eindrücke tatsächlich trauen kann. Was, wenn die Frau tatsächlich auf dem besten Wege ist durchzudrehen und unter Wahnvorstellungen leidet? Was, wenn nicht? Und falls es sich nicht um eine Krankheit handelt, wie passt das, was man erfährt, alles zusammen?
Der andere Pfad ist nicht mit ganz so vielen Unsicherheiten gepflastert, wenngleich nicht mit minder weniger offenen Fragen, und zusätzlich mit einigen recht harten Geschehnissen, bei deren Schilderung kaum ein Blatt vor den Mund genommen wird. Im Vergleich zu "Der Flug der Störche" nimmt dies hier nicht den Raum ein, zartbesaitete sollten dennoch auf der Hut sein.
Die Morde an drei türkischen Frauen, die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurden, veranlassen den jungen Polizisten Paul einen im Ruhestand befindlichen Kollegen um Hilfe zu bitten. Dieser kennt das Pariser Türkenviertel wie kein anderer. Doch Paul geht ein Risiko ein, denn Schiffer ist für seine brutalen Methoden bekannt. Die Ermittlungen, die Paul bislang immer wieder in eine Sackgase geführt haben, scheinen nun jedoch rasant an Fahrt aufzunehmen und führen zu einer Vereinigung, die sich selbst als graue Wölfe bezeichnen.

Die Spieldauer von über 450 Minuten vergeht wie im Flug. Das auswechseln der CDs am Player geschieht in hypnotischem Bann und am Ende kann man sich kaum vorstellen, dass dieses Hörbuch tatsächlich so lange gedauert hat. Grangé ist ein Meister der Spannung, daran gibt es gar keinen Zweifel. Die Geschichte fesselt - von der ersten bis zur ... nein, leider nicht bis zur letzten Minute, denn obgleich der Fluss der Geschichte insgesamt überzeugt, so gibt es doch gewisse Phasen, die sich als nicht ganz so stark erweisen. Dazu gehört mitunter das in meinen Augen eher enttäuschende Ende, aber auch der Handlungsstrang um Anna ist - obwohl sehr geschickt eingefädelt - an einigen Stellen etwas zu lang geraten.

Ein großes Lob muss man erneut für die Inszenierung aussprechen. Leider keine Selbstverständlichkeit im Hörbuchsektor. Obgleich man einige der Klänge noch aus den Vorgängern im Ohr hat, verfehlen diese ihre Wirkung nicht. Als spannungssteigerndes Element wirken diese schon fast unverzichtbar. Grangé-Hörbücher ohne diese Untermalung sind für mich jedenfalls nurmehr sehr schwer vorstellbar.

Fazit: Die Geschichte hat keine Probleme damit zu fesseln und in ihren Bann zu schlagen. Sobald aber die Zusammenhänge erst einmal hergestellt sind, gelingt es leider nicht mehr die in den anderen beiden erwähnten Werken geschaffenen Überraschungsmomente zu setzen, die den Hörer schon fast ungläubig vor dem CD-Spieler sitzen lassen. Spannung bleibt zwar bis zum Schluss, aber so richtig konnte mich das Ende nicht überzeugen. Insgesamt bleibt aber erneut ein faszinierender Thriller, der mit den Konstanten Kerzel und Musik hervorragend umgesetzt ist.

Note 2+


4


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Sprecher

SprecherRolle
Joachim Kerzel Erzähler


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